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    Inhalt:
    Bernhard Eckerstorfer

    Information zur Bezahlung


    Beitrag

    125,- frei wählbar

    110,- frei wählbar

    140,- frei wählbar

    Anmeldeschluss
    22.01.2027
    ZUR ANMELDUNG
    Referent*innen
    Dr. Bernhard Eckerstorfer
    Dr. Anneliese Herzig
    Mag. Dr. Marie-Theres Igrec
    Bildung und Ordensschulen, Österreichische Ordenskonferenz
    Christine Rod
    Gudrun Schellner

    Kurskonzept

    Mag. Dr. Marie-Theres IGREC

    Mitveranstalter

    Bildungshaus St. Hippolyt, St. Pölten

    19 – 20
    Feb
    2027

    Spezialkurs St. Pölten | Februar 2027

    Weltflucht oder Weltveränderung?

    Die Spiritualität der Orden
    ORT
    Bildungshaus St. Hippolyt
    Eybnerstraße 5
    3100 St. Pölten

    TERMINE

    Fr 19. Feb 2027
    16:30 - 18:30

    Fr 19. Feb 2027
    19:00 - 21:00

    Sa 20. Feb 2027
    09:00 - 10:30

    Sa 20. Feb 2027
    10:45 - 12:15

    Sa 20. Feb 2027
    13:30 - 15:00

    Sa 20. Feb 2027
    15:15 - 16:45

    Sa 20. Feb 2027
    16:45 - 17:00

    Warum entstehen Orden oft gerade dann, wenn die Kirche in der Krise ist? Ist das Kloster ein Ort der Weltflucht – oder eine besonders radikale Form der Präsenz und ein Kraftort für die Veränderung von Welt und Kirche? Der Spezialkurs Ordensspiritualität geht diesen Fragen nach und eröffnet einen Zugang zur Vielfalt geistlichen Lebens.

    Themen:
    Von der Wüste in die Welt - Ordensgeschichte und -entwicklung an den Schnittstellen | Was ist Ordensspiritualität? | Theologie des Ordenslebens | Zwischen Weltverzicht und Präsenz – Weltverhältnis und kirchliche Sendung der Orden | Frauen und Orden – geistliche Räume und kirchliche Gestaltungskraft | Konkrete Ordensspiritualität I – Kontemplativ und monastisch | Konkrete Ordensspiritualität II – Mendikantisch und apostolisch

    Detailinformationen

    Warum entstehen Orden oft gerade dann, wenn die Kirche in der Krise ist? Ist das Kloster ein Ort der Weltflucht – oder eine besonders radikale Form der Präsenz und ein Kraftort für die Veränderung von Welt und Kirche? Und war das Ordensleben für Frauen über Jahrhunderte hinweg vielleicht eine der wenigen Möglichkeiten echter geistlicher und gesellschaftlicher Selbstständigkeit?
    Der Spezialkurs Ordensspiritualität geht diesen Fragen nach und eröffnet einen Zugang zur Vielfalt geistlichen Lebens. Von den Wüstenvätern der frühen Kirche über Benedikt und die großen Reformbewegungen des Mittelalters bis zu den missionarischen Gemeinschaften der Neuzeit zeigt sich: Ordensgemeinschaften entstanden dort, wo Christsein neu und radikal gelebt werden sollte.
    Der Kurs erschließt die geistlichen Grundentscheidungen des Ordenslebens als eine zugespitzte Form christlicher Nachfolge. Zugleich wird deutlich, wie unterschiedlich Orden ihr Verhältnis zur Welt gestalten: im Rückzug kontemplativer Gemeinschaften, in der predigenden Präsenz der Bettelorden oder in der beweglichen Sendung apostolischer Gemeinschaften.

    Programm
    Freitag, 19. Februar 2027, 16:30 - 18:30 Uhr
    Von der Wüste in die Welt - Ordensgeschichte und -entwicklung an den Schnittstellen
    Die erste Einheit zeichnet die großen Linien der Ordensgeschichte nach – von den Anfängen des Mönchtums über die benediktinische Prägung bis zu den Reformbewegungen des Mittelalters und der Neuzeit. Ausgehend von Gestalten wie Antonius dem Großen und Benedikt von Nursia wird sichtbar, wie sich geistliche Lebensformen in konkreten historischen Situationen entwickeln. Reformbewegungen wie die Zisterzienser, Bettelorden wie die Franziskaner und Dominikaner – sowie später die apostolischen Orden wie die Jesuiten zeigen, dass Orden häufig in Zeiten von kirchlichen Krisen oder Umbrüchen entstehen. Warum entstehen Orden gerade dann, wenn die Kirche sich neu orientieren muss? Und welche geistlichen Grundentscheidungen prägen die jeweilige Epoche?
    Dr. Anneliese HERZIG

    Freitag, 19. Februar 2027, 19:00 - 21:00 Uhr
    Was ist Ordensspiritualität? – Theologie des Ordenslebens
    Diese Einheit erschließt das theologische Profil des Ordenslebens. Spiritualität wird als konkrete Gestalt gelebter Gottesbeziehung verstanden, die in einer verbindlichen Lebensform Ausdruck findet. Die evangelischen Räte – Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam – erscheinen dabei nicht als Sonderweg, sondern als radikale Auslegung der Taufberufung. Im Horizont von Lumen gentium wird Ordensleben als charismatische Dimension der Kirche sichtbar: als prophetisches Zeichen, als Hinweis auf die kommende Welt und als bleibender Erneuerungsimpuls. Was unterscheidet Ordensspiritualität von allgemeiner christlicher Spiritualität? Welche Bedeutung haben die evangelischen Räte für die Kirche insgesamt? Und inwiefern sind Orden nicht Randerscheinung, sondern konstitutiver Ausdruck kirchlichen Lebens?
    Dr. Anneliese HERZIG

    Samstag, 20. Februar 2027, 09:00 - 10:30 Uhr
    Zwischen Weltverzicht und Präsenz – Weltverhältnis und kirchliche Sendung der Orden
    Ordensgemeinschaften gestalten ihr Verhältnis zur Welt auf unterschiedliche Weise. Kontemplative Gemeinschaften wie die Kartäuser setzen durch Rückzug, Schweigen und Gebet ein Zeichen radikaler Gottesorientierung. Bettelorden wie die Dominikaner leben bewusst in den Städten und verbinden Armut mit Predigt und Bildungsarbeit. Apostolische Gemeinschaften wie die Jesuiten verstehen sich als missionarisch verfügbar und gesellschaftlich engagiert. In diesem Spannungsfeld von Rückzug, Kontrast und Transformation stellt sich die Frage: Ist die Lebensform von Ordensleuten Weltflucht oder geistliche Kritik? Wie können Orden heute prophetisch in Kirche und Gesellschaft wirken?
    Christine ROD

    Samstag, 20. Februar 2027, 10:45 - 12:15 Uhr
    Frauen und Orden – geistliche Räume und kirchliche Gestaltungskraft
    Dem verbreiteten gesellschaftlichen Bild von Ordensfrauen als stillen, dienenden Klosterschwestern steht eine andere historische Wirklichkeit gegenüber: Für viele Frauen eröffneten Ordensgemeinschaften über Jahrhunderte hinweg eigenständige geistliche, kulturelle und soziale Räume jenseits von Ehe und familiärer Abhängigkeit und ermöglichten Einfluss in Theologie, Kultur und Sozialwesen.
    Anhand prägender Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen und Teresa von Ávila wird deutlich, wie Frauenorden geistliche Reform mitprägten und kirchliche Autorität ausübten. Auch neuzeitliche Gemeinschaften wie die Ursulinen gestalteten Bildung und soziale Arbeit nachhaltig mit. War das Kloster für Frauen ein Ort der Emanzipation? Welche spezifischen spirituellen Akzente haben Frauenorden in Kirche und Gesellschaft eingebracht – und welche Bedeutung haben sie heute?
    Dr. Katharina GANZ

    Samstag, 20. Februar 2027, 13:30 - 15:00 Uhr
    Konkrete Ordensspiritualität I – Kontemplativ und monastisch
    Die kontemplative Tradition des Ordenslebens steht im Mittelpunkt dieser Einheit. Gemeinschaften wie die Benediktiner und die Zisterzienser verstehen ihr Leben als beständige Suche nach Gott im Rhythmus von Gebet, Arbeit und Gemeinschaft. Stabilitas, Liturgie und Schweigen prägen diese Lebensform. Sie erinnert die Kirche an das Primat Gottes vor aller Aktivität. Welche geistliche Bedeutung hat diese Bindung an Ort, Gemeinschaft und liturgischen Rhythmus? Und was kann eine kontemplative Lebensform einer stark funktional ausgerichteten Kirche heute sagen?
    Dr. Bernhard ECKERSTORFER

    Samstag, 20. Februar 2027, 15:15 - 16:45 Uhr
    Konkrete Ordensspiritualität II – Mendikantisch und apostolisch
    Abschließend werden mendikantische und apostolische Spiritualitätsformen betrachtet. Die Franziskaner verkörpern eine Spiritualität der Armut, Geschwisterlichkeit und Christusnachfolge in Armut. Die Dominikaner verbinden Kontemplation und Predigt und verstehen Studium als geistlichen Auftrag. Apostolische Gemeinschaften wie die Jesuiten betonen Sendung, geistliche Unterscheidung und missionarische Beweglichkeit. Wie verbinden sich hier Kontemplation und Aktion? Welche dieser Spiritualitätsformen spricht die Gegenwart besonders an? Und braucht die Kirche heute neue Formen ordensähnlichen Lebens?
    Gudrun SCHELLNER MAS

    Samstag, 20. Februar 2027, 16:45 - 17:00 Uhr
    Schlussreflexion
    Mag. Dr. Marie-Theres IGREC, Bildung und Ordensschulen, Österreichische Ordenskonferenz
    REFERENT*INNEN
    Bernhard
    Eckerstorfer
    Dr. Bernhard
    Eckerstorfer

    Abt Dr. Bernhard ECKERSTORFER OSB, geb. 1971 in Linz, Studien in Salzburg, Wien und den USA, 2000 Eintritt ins Benediktinerstift Kremsmünster, 2019-2025 Rektor der Benediktinerhochschule Sant’Anselmo in Rom und Professor für Fundamentaltheologie und Monastische Studien, seit 2025 Abt des Benediktinerstiftes Kremsmünster.

    Anneliese
    Herzig
    Dr. Anneliese
    Herzig

    Sr. Dr. Anneliese HERZIG MSsR, geb. 1958 in Wien, Studien in Wien und Freiburg im Breisgau, seit 1984 Missionsschwester vom Heiligsten Erlöser, verschiedene Tätigkeiten in theologischer Fortbildung mit Schwerpunkt Theologie des Ordenslebens, Leitungstätigkeit in der eigenen Ordensgemeinschaft, seit 2014 Theologische Referentin der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, seit 2023 Leiterin des Bereichs „Mission und Soziales“ der Österreichischen Ordenskonferenz.

    Marie-Theres
    Igrec
    Mag. Dr. Marie-Theres
    Igrec
    Bildung und Ordensschulen, Österreichische Ordenskonferenz
    Wien | Dogmatik

    Marie-Theres IGREC hat Katholische Fachtheologie in Wien und Zagreb studiert und über den Geheimnisbegriff in den Theologien von Karl Rahner und Dietrich Bonhoeffer dissertiert. Neben Forschungs- und Lehrtätigkeit am Institut für Systematische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät Wien und an der Kirchlich- Pädagogischen Hochschule Wien/Krems war sie bis 2024 als Wissenschaftliche Assistentin der Amtsleitung im Erzbischöflichen Amt für Schule und Bildung der Erzdiözese Wien tätig. Mit 1. Dezember 2024 übernahm sie die Funktion als Bereichsleiterin für Bildung und Ordensschulen der Österreichischen Ordenskonferenz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der ökumenischen Theologie und der theologischen Anthropologie.

    Christine
    Rod
    Christine
    Rod

    Sr. Christine ROD MC, geb. 1959, Eintritt in die Gemeinschaft der Missionarinnen Christi im Jahr 2000, Theologin und Supervisorin, Studium in Wien und Manila. 2003 – 2013 Bereichsleiterin für Ordensentwicklung im Kardinal König Haus in Wien, 2013 – 2019 Regionalleiterin der Missionarinnen Christi für Deutschland und Österreich, seit 2020 Generalsekretärin der Österreichischen Ordenskonferenz.

    Gudrun
    Schellner
    Gudrun
    Schellner, MAS

    Sr. Mag. Gudrun SCHELLNER MAS SSM, geb. 1962 in Wien, Studien in Wien, Tübingen und Innsbruck, seit 1990 Mitglied der Franziskanischen Schwestern von der schmerzhaften Mutter, Pastoralassistentin, AHS Professorin, Leitungstätigkeit in der eigenen Ordensgemeinschaft, geistliche Begleitung von einzelnen und Gruppen.

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