Der Verein der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE sieht es als seine Aufgabe, die THEOLOGISCHEN KURSE in ihrer Arbeit zu unterstützen.
Kurskonzept
Dipl.-Theol. Mag. Lothar HANDRICH | ao. Univ.-Prof. Dr. Willibald SANDLER
Mitveranstalter
St. Virgil Salzburg
Spezialkurs Salzburg | April|Mai 2027
TERMINE
| Detailinformationen |
Der Tod ist das Menschheitsthema. Mit dem Wissen um den Tod beginnt menschliche Kultur. Doch was kommt „danach“? Schon die ältesten Religionen und Kulturen haben Antworten gesucht und Vorstellungen formuliert, die stets auch das Leben vor dem Tod geprägt haben. |
| Programm |
Freitag, 30. April 2027, 17:00 - 21:00 Uhr GRUNDLAGEN: Einleitung in die Eschatologie: Letzte Dinge, letzte Fragen. Was wir davon überhaupt wissen können und ihre Bedeutung für unser Leben ao. Univ.-Prof. Dr. Willibald SANDLER, Universität Innsbruck Samstag, 01. Mai 2027, 09:00 - 12:30 Uhr BIBLISCHE UND THEOLOGISCHE ENTFALTUNG: Das Kommen des Gottesreichs und die Wiederkunft Christi: „Jetzt schon“ und „Noch nicht“. Eine systematische Erschließung auf biblischer Grundlage. Die Revolution der christlichen Apokalyptik und Auferstehungsvorstellung – ein zeitgemäßes, nicht-fundamentalistisches Verständnis von Naherwartung und Wiederkunft Christi Leibliche Auferstehung, Himmel, Hölle und Fegfeuer: Perspektiven eines erneuerten Verständnisses. ao. Univ.-Prof. Dr. Willibald SANDLER, Universität Innsbruck Samstag, 01. Mai 2027, 14:00 - 15:30 Uhr BEDEUTUNG FÜR DIE GEGENWART: Was ergibt sich für unser Leben und unsere Welt? Hoffnung, Sinn und Auftrag. Potenziale einer recht verstandenen christlichen Eschatologie für Politik, soziale Gerechtigkeit und ökologische Zukunftsfähigkeit. ao. Univ.-Prof. Dr. Willibald SANDLER, Universität Innsbruck Samstag, 01. Mai 2027, 15:45 - 18:00 Uhr Mit Atman ins Nirvana – Der Tod in den Hindutraditionen In den ältesten Schriften der Hindutraditionen ist der Tod weniger philosophisch und stärker rituell geprägt. Der Verstorbene „kehrt“ zu den Elementen zurück. Die Ahnenwelt spielt eine große Rolle: Man lebt weiter als Ahn, der von den Nachkommen geehrt wird. Rituale sind entscheidend, damit die Seele ihren Weg findet. Mit den Upanishaden wird der Tod zu einem spirituellen Übergang, der eng mit Erkenntnis verbunden ist. In den Bhakti-Bewegungen ist der Tod stark emotional und persönlich geprägt und gilt als Heimkehr zu Gott. Diese Vielfalt regionaler Volkstraditionen wird betrachtet. Dipl.-Theol. Mag. Lothar HANDRICH, Dozent der THEOLOGISCHEN KURSE Samstag, 01. Mai 2027, 20:00 - 21:00 Uhr Karmischen Samen säen – Der Tod im Buddhismus Buddhisten glauben an Wiedergeburt, aber ohne ein festes Selbst. Was weitergeht, ist ein Strom von Ursachen und Wirkungen. Jede Handlung, jedes Wort, jeder Gedanke hinterlässt Spuren. Diese bestimmen die nächste Existenzform. Es ist wie eine Flamme, die eine neue Kerze entzündet. Die Flamme ist nicht dieselbe – aber auch nicht völlig anders. Dipl.-Theol. Mag. Lothar HANDRICH, Dozent der THEOLOGISCHEN KURSE Sonntag, 02. Mai 2027, 09:00 - 10:30 Uhr Vom „Aufheben der Knochen“ – Bestattungskultur in Japan Weil der Tod als unrein gilt, sind Reinigungsrituale besonders wichtig. Die rituelle Reinigung durch Priester und Reinigung mit Wasser und Salz wird häufig praktiziert.. Trotz der Distanz zum Tod spielt die Ahnenverehrung eine große Rolle. Ahnen, die bereits in die spirituelle Welt übergegangen sind, gelten als gereinigt und können als Schutzgeister verehrt werden. Viele Familien haben deshalb einen buddhistischen Hausaltar für die Toten und einen shintoistischen Hausaltar für die Kami. Beide existieren nebeneinander, aber mit klarer Trennung. Dipl.-Theol. Mag. Lothar HANDRICH, Dozent der THEOLOGISCHEN KURSE Sonntag, 02. Mai 2027, 11:00 - 12:30 Uhr Reinheit und Schutz der Seele – Bestattungskultur im Caodeismus Der Caodeismus ist eine vergleichsweise junge Religion aus Vietnam, die Elemente aus Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus, Christentum und Spiritismus verbindet. Dadurch ist auch die Bestattungskultur eine Mischung aus verschiedenen Traditionen – aber mit einer eigenen, klaren Symbolik. Im Caodeismus ist der Tod kein Ende, sondern ein Rückweg zur göttlichen Einheit. Die Seele wandert weiter, bis sie durch spirituelle Entwicklung zur höchsten Ebene zurückkehrt. Dipl.-Theol. Mag. Lothar HANDRICH, Dozent der THEOLOGISCHEN KURSE |
Lothar HANDRICH begann im Spielwarenbereich als Einzelhandels- und Bürokaufmann, fuhr einige Jahre als Marinesoldat zur See und kam über die Militärseelsorge zur Theologie. Diese studierte er in Deutschland und Indien. Ein Studium der Religionspädagogik absolvierte er in Wien, wo er sich zudem auf religionswissenschaftliche Themen spezialisierte. Er arbeitet heute als AHS-Lehrer und im Bereich der Erwachsenenbildung in Wien. Darüber hinaus ist er auch Landesreferent für Schulschach.
Willibald SANDLER hat Selbständige Religionspädagogik in Innsbruck studiert (Promotion über Karl Rahner 1995, Habilitation über dramatische Theologie 2011). Ab 1991 arbeitet er am Institut für Systematische Theologie an der Universität Innsbruck, seit 2012 als ao. Univ.-Prof. für Dogmatik.
Seine Forschungsschwerpunkte sind dramatische Theologie, Sündenfall und eschatologisches Heilshandeln Gottes durch Gnadenereignisse, charismatisch-evangelikale Spiritualität sowie die Entwicklung einer in den Evangelien gründenden, von gelebter Praxis und theologischer Reflexion geleiteten "Samenkorn-Spiritualität". Willibald Sandler ist seit vielen Jahren in der theologischen Erwachsenenbildung tätig und Gründer des von ihm geleiteten charismatisch-kontemplativen Gebetshauses "Die Weide".
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Eine umfassende Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben.