AKADEMIE am DOM startet im Zeichen der Hoffnungssuche ins neue Studienjahr

Wien, 24. September 2026 | Krisen, Konflikte, Kriege - die aktuelle politische Lage ist nicht gerade dazu angetan, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Doch auch Hoffnungslosigkeit scheint keine Option zu sein; schließlich ist Hoffnung ein wichtiger Motor menschlichen Lebens und Strebens.
"Ein Quellgrund der Hoffnung ist bis heute die Religion: Sie bietet dem Mensch ein Gerüst, an dem er sich orientieren und ausrichten kann - und das ihm die Zusage schenkt: Es wird gut werden. Doch in säkularen Gesellschaften kann man solche Hoffnungsträger nicht mehr einfach voraussetzen oder als verbindlich für alle ansehen", erläutert der Leiter der THEOLOGISCHEN KURSE, Erhard Lesacher, das Jahresthema. Hoffnung bleibe insofern stets fragil, sei nie enttäuschungsfest. "Und Gläubige bleiben zugleich 'auskunftspflichtig' darüber, was der Grund ihrer Hoffnung ist", so Lesacher.
Auf diesen Überlegungen fußt das Programm, mit dem die AKADEMIE AM DOM ins neue Studienjahr 2026/2027 startet. In einem bewährten Mix aus Vorträgen, Diskussionen, Veranstaltungen zu Kunst & Theologie und im Rahmen der "Jungen Akademie" begeben sich die Referentinnen und Referenten auf die Suche nach Hoffnungsgeschichten und nach Hemmnissen wie Katalysatoren von Hoffnung.
"Himmlisches": Auftakt mit Fotoausstellung
Den Start ins neue Studienjahr markiert jedoch zunächst ein Blick "aufs Große und Ganze" - konkret: ein Blick ins Universum. Unter dem Titel "Himmlisches" wird der bekannte Wiener Astrophysiker Franz Kerschbaum am Mittwoch, 7. Oktober, eine Ausstellung eigener Fotos eröffnen. Die Ausstellung in den Räumen der THEOLOGISCHEN KURSE (Stephansplatz 3, 1010 Wien) ist ab 7. Oktober bis 29. Jänner 2027 frei zugänglich.
Den inhaltlichen Auftakt bildet dann im Anschluss (Beginn: 18 Uhr) ein Vortrag der evangelischen Theologin und Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser zum Thema "Die Sprache der Hoffnung". Darin wird es um Aspekte der Stärkung von Hoffnung gehen: Die biblischen Seligpreisungen seien etwa solche "Hoffnungsbilder", die orientierende Funktion haben, um die Welt zu bejahen und zugleich daran zu arbeiten, sie in eine andere Richtung zu lenken.
Zu einer "Reise durch Zeiten und Kulturen" lädt sodann am 14. Oktober (Beginn: 16 Uhr) unter dem Titel "HOFFNUNGsGeschichte" der philosophische Praktiker Hannes Weinelt ein. "Eine Spurensuche nach dem Bedeutungswandel des Begriffs Hoffnung und ihrer Zerbrechlichkeit", heißt es dazu in der Ankündigung.
Dem "Herrn der Ringe" auf der Spur
In die mythische "Herr der Ringe"-Welt entführt ein mehrteiliger Workshop zwischen 20. Oktober und 19. Jänner 2027. Unter dem Titel "Glaube - Bibel - Gemeinschaft" werden die Referentinnen Johanna Friedl, Juanina Oppel und Martina Parzer der Frage nachgehen, welche kodifizieren Botschaften die "Herr der Ringe"-Trilogie enthält - und was Frodo, Gandalf und Aragorn mit Religion zu schaffen haben … Diese Reihe ist ein Angebot der "Jungen Akademie u25" und - wie alle anderen Akademie-Veranstaltungen auch - für Teilnehmende unter 25 Jahren kostenlos!
Politisch wird es dann am 21. Oktober (Beginn 18 Uhr) mit einem Vortrag von Günter Ogris: Unter dem Titel "Demokratie und Migration" wird der bekannte Sozialwissenschaftler den Zusammenhang von Migration, Integration und den politischen Instrumentalisierungen des Themas beleuchten. "Findet Politik eine Antwort, die zugleich Demokratie und Menschenrechte schützt?"
Theologische Spuren der Hoffnung suchen u.a. der Theologe und Elie Wiesel-Experte Reinhold Boschki und der Bamberger Theologe Ottmar Fuchs: Unter dem Titel "Erinnerung ist ein anderes Wort für Hoffnung" wird Boschki am 11. November (Beginn: 16 Uhr) über das Vermächtnis des jüdischen Gelehrten und Auschwitz-Überlebenden Elie Wiesel referieren. Fuchs indes wird im Anschluss daran (Beginn: 18 Uhr) unter dem Titel "Spuren letzter Hoffnung" über die Notwendigkeit des Gottesgedankens für eine resiliente Form der Hoffnung referieren.
Neues Angebot BASISINFO
Neu ist im kommenden Studienjahr auch das Angebot BASISINFO, mit dem die THEOLOGISCHEN KURSE Vorträge, Spezialkurse und zeitlich flexibel wahrnehmbare Online-Angebote bündeln, die zu einer grundlegenden Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens einladen.
Hierzu Erhard Lesacher: "Wir erleben ein anhaltend hohes Interesse an religiösen und theologischen Themen. Zugleich ist nicht immer die Zeit, diesem Interesse in Form von umfangreichen Kursen nachzugehen. Mit unseren BASISINFO-Angeboten wollen wir diesem Bedürfnis entsprechen und auf Angebote hinweisen, die fundiert und doch kompakt über Grundfragen des Glaubens und der Theologie informieren."
Alle Infos und Angebote unter www.basisinfo.at

