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    Jüdischer Historiker Zimmermann: Israelische Regierung treibt Nationalismus, Krieg und Demokratieabbau voran


    Der Vortrag des Historikers Moshe Zimmermann in der AKADEMIE am DOM bildete zugleich den Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe mit insgesamt sechs Veranstaltungen im Jänner zum Thema Naher Osten.

     

    Moshe Zimmermann

     

    Wien, 9. Jänner 2026 | Der jüdische Historiker Moshe Zimmermann ist bekannt für seinen analytisch scharfen und zugleich kritischen Blick auf die aktuelle Situation in Israel. Einen solchen kritischen Blick bot Zimmermann den zahlreichen Interessierten in der AKADEMIE am DOM bereits im November 2023 kurz nach dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 auf Israel. An seiner damaligen Einschätzung, dass er die Regierung unter Benjamin Netanjahu für "völlig inkompetent" halte, hielt Zimmermann auch rund zwei Jahre später bei einem erneuten Vortrag am 8. Jänner 2026 in der AKADEMIE am DOM keinen Zweifel - mehr noch: inzwischen würde deutlich werden, dass die israelische Regierung gar kein wirkliches Interesse an einem dauerhaften Frieden habe und lieber weiter den Nationalismus schüre und den Demokratieabbau vorantreibe. 

     

    Der massive militärische Gegenschlag Israels nach dem Hamas-Angriff sei grundsätzlich vorhersehbar gewesen. "Das ist ein Automatismus in Israel", erklärte Zimmermann. "Fühlt man sich angegriffen, reagiert man mit Gewalt." Unerwartet sei jedoch die Dauer des Krieges gewesen. "Dass dieser Krieg mehr als zwei Jahre dauert, hat es in der Geschichte Israels noch nie gegeben." Frühere Kriege oder Militäroperationen hätten Wochen oder wenige Monate gedauert, nicht Jahre. Aktuell hätten weder die Hamas noch die israelische Regierung ein deutliches Interesse daran signalisiert, den Krieg zu beenden. 

     

    Zugleich habe sich der Gaza-Krieg rasch zu einem regionalen Mehrfrontenkonflikt ausgeweitet. Auch das sei nicht zufällig geschehen: "Netanjahu war daran interessiert, diese Gelegenheit zu nutzen, um den Krieg an allen Fronten zu führen", sagte Zimmermann. Militärische Auseinandersetzungen mit der Hisbollah, iranischen Verbündeten und später auch direkte Schläge gegen Iran seien Teil einer Strategie gewesen, "den gordischen Knoten zu zerschlagen". Innenpolitisch habe der Krieg zudem einen weiteren Zweck erfüllt: "Er verhindert die Frage, wie es überhaupt zum 7. Oktober kommen konnte, und blockiert eine Untersuchungskommission."

     

    Stützen könne sich die Regierung auf eine klare Mehrheit, die eine nationalistische und rechtsgerichtete Politik wünsche: "Die jetzige Koalition kommt nicht von ungefähr. Die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung in Israel steht rechts, ist nationalistisch und kriegsbereit." Auch die Opposition biete kaum eine Alternative. Selbst nach einem möglichen Ende der aktuellen Regierung sei "keine wirkliche Wende zu erwarten".

     

    Besonders kritisch äußerte sich Zimmermann zur Siedlungspolitik: Während die Weltöffentlichkeit auf Gaza geblickt habe, sei im Westjordanland eine systematische Eskalation erfolgt. "Unter dem Deckmantel des Krieges konnten Siedler und ihre Unterstützer ihre Politik betreiben: mehr Siedlungen, mehr Gewalt, mehr Einschüchterung der palästinensischen Bevölkerung." Diese Entwicklung habe sich auch nach dem Waffenstillstand fortgesetzt. "Das eskaliert in den letzten Monaten sogar."

     

    Israelische Demokratie ist bedroht

     

    Hinter dieser Politik stehe eine klare Ideologie. "Das Ziel dieser Regierung ist ganz Israel", sagte Zimmermann. Gemeint sei das gesamte Gebiet Palästinas - einschließlich Gaza. Für die extremen Kräfte gebe es "keinen Unterschied zwischen Westjordanland und Gaza". Die Diskussion über eine Rückkehr jüdischer Siedler nach Gaza sei Ausdruck dieser langfristigen Agenda.

     

    Grundsätzlich sieht Zimmermann die israelische Demokratie bedroht. Die gegenwärtige Regierung bezeichnete er als "Kakistokratie - die Herrschaft der Schlechtesten". Es handle sich um "inkompetente, anti-intellektuelle und ineffiziente Akteure", die dennoch eines gut könnten: "das Fundament der Demokratie zu unterminieren". Angriffe auf Justiz, Wissenschaft und Minderheiten seien kein Nebeneffekt, sondern Teil des politischen Projekts.

     

    Auch zur internationalen Debatte um Antisemitismus nahm Zimmermann deutlich Stellung: "Nicht jede Kritik an Israel ist antisemitisch", betonte er. Antisemitismus sei "Judenfeindschaft, weil Menschen Juden sind". Wer Israels Politik kritisiere, etwa wegen Völkerrechtsverletzungen, äußere damit keinen Antisemitismus. Der Vorwurf werde jedoch bewusst instrumentalisiert. "So muss man nicht mehr sachlich antworten - die Diskussion ist sofort beendet."

     

    Gleichzeitig habe der Gaza-Krieg latenten Antisemitismus weltweit sichtbar gemacht: "Rund 20 Prozent der Bevölkerung tragen antisemitische Einstellungen in sich", sagte Zimmermann. Der Krieg habe diesen Ressentiments eine Bühne geboten - sowohl in muslimischen Milieus als auch in der Mehrheitsgesellschaft. Gewalt gegen Juden im Ausland lasse sich jedoch "in keiner Weise mit Gaza rechtfertigen".

     

    Für die Zukunft zeigte sich Zimmermann nüchtern. An der Zwei-Staaten-Lösung müsse festgehalten werden, "weil sie die einzige legitime Ausgangsbasis ist". Politisch sei sie jedoch blockiert. "Solange Israel sie kategorisch ablehnt, wird es keine Lösung geben." Der Konflikt werde daher weiter verwaltet, nicht gelöst. "Man kann nur hoffen", so Zimmermann, "dass es nicht zur nächsten Katastrophe kommt."

     

    Neue Veranstaltungsreihe "Naher Osten"

     

    Der Vortrag bildete zugleich den Auftakt zu einer neuen, sechsteiligen Veranstaltungsreihe, mit der die AKADEMIE am DOM im Jänner 2026 den kriegerischen Konflikt in Israel und dem Gazastreifen beleuchten und nach Zukunftsperspektiven und Chancen für einen dauerhaften Frieden fragen möchte. Der Veranstaltungsschwerpunkt "Naher Osten" versammelt namhafte Referentinnen und Referenten, die den Konflikt u.a. aus historischer, biblischer und politikwissenschaftlicher Perspektive beleuchten. 

     

    Fortgesetzt wird die Reihe am Mittwoch, 14. Jänner, mit gleich zwei Veranstaltungen: Um 16 Uhr bietet der Wiener Alttestamentler Prof. Georg Braulik unter dem Titel "Israel, die Völker und das Verheißungsland" einen biblischen Zugang auf Basis der Bücher Deuteronomium und Josua zu den Themen Eroberung und Heimkehr und geht der Frage nach, was die biblische Prophetie für Israel und die Völker, die heute im Land der Verheißung leben, bedeutet.

     

    Prominente Journalisten berichten

     

    Die Journalistin Petra Ramsauer wird im Anschluss daran (Beginn: 18 Uhr) in ihrem Vortrag unter dem Titel "Frieden finden nach 100 Jahren Krieg" Lösungsperspektiven für den Nahen Osten suchen. Dabei soll der Blick geweitet und u.a. auch die Situation in Syrien nach dem Ende des Assad-Regimes beleuchtet werden. "Menschen brauchen konstruktive Gedanken und Visionen, sonst verzweifeln sie", heißt es in der Ankündigung.

     

    Am Mittwoch, 21. Jänner, wird mit dem ORF-Nahost-Korrespondenten Karim El-Gawhary ein weiterer Journalist seine Einschätzung zur Situation bieten (Beginn: 16 Uhr). El-Gawhary legt dabei unter dem Titel "Wenn Hochspannung zum Alltag wird" einen Fokus auf die Folgen für das Alltagsleben der Bevölkerung. Außerdem wird er Auskunft darüber geben, wie es einem Medienkorrespondenten geht, "wenn er sich regelmäßig öffentlich zu Dauerkrisen, Machtkämpfen und gesellschaftlichen Umbrüchen äußern muss".

     

    Ebenfalls am 21. Jänner referiert sodann im Anschluss (Beginn: 18 Uhr) der deutsche Islam- und Politikwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza unter dem Titel "Gott liebt, Menschen töten" über die verschiedenen Lösungsansätze im Nahost-Konflikt. "Ein Blick in die Zukunft der Region, die Frage nach einer möglichen Lösung und der Preis für den Frieden – das sind die brennenden Themen, die der Vortrag aus muslimischer Sicht aufgreift", heißt es in der Ankündigung.

     

    Abgeschlossen wird die Veranstaltungsreihe schließlich mit einem Vortrag des deutschen Theologen Georg Röwekamp am Mittwoch, 28. Jänner (Beginn: 16 Uhr). Unter dem Titel "Christen in der Region Gaza" wird er die "vergessene Geschichte" der Christen erzählen und nach Zukunftshoffnungen für das Christentum in der Region fragen.

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