Der Verein der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE sieht es als seine Aufgabe, die THEOLOGISCHEN KURSE in ihrer Arbeit zu unterstützen.
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Ökumenische adventliche Lesung
| Detailinformationen |
Der Advent ist in allen christlichen Kirchen eine besondere Zeit, aber es gibt unterschiedliche Akzente: Der im Westen gebräuchliche Adventkranz – vier Kerzen für das zunehmende Licht in der Dunkelheit und der Kreis/Kranz für Ewigkeit und Hoffnung – spielt in der orthodoxen Tradition keine Rolle. Hier ist der Advent ein strenge, 40-tägige Fastenzeit zur inneren Reinigung, eine intensive geistliche Vorbereitung auf das Kommen des Herrn. Der evangelische Advent legt den Akzent stärker auf Gemeinschaft und Innerlichkeit, Hoffnung und persönlichen Glauben. Fasten spielt keine Rolle. Auch im katholischen Verständnis steht das Fasten nicht im Vordergrund. Der Advent ist Vorbereitung auf das Fest der Geburt Jesu Christi und freudige Erwartung seiner Wiederkunft am Ende der Zeiten. Gemeinsam ist allen Traditionen die Hoffnung auf das Kommen Jesu Christi als „Licht der Welt“ und seinen Einzug in das Himmlische Jerusalem. |
Josef GRÜNWIDL studierte katholische Theologie an der Universität Wien. Parallel dazu absolvierte er ein Studium im Konzertfach Orgel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien. Das Theologiestudium schloss er mit der Diplomarbeit „Das Leiden ist in Gott. Zur Kreuzestheologie Jürgen Moltmanns“ ab. 1987 empfing Grünwidl die Diakonatsweihe durch Weihbischof Helmut Krätzl. Am 29. Juni 1988 wurde er von Kardinal Franz König zum Priester geweiht. Am 17. Oktober 2025 von Papst Leo XIV. zum Erzbischof von Wien ernannt, wurde er am 24. Jänner 2026 von Kardinal Schönborn zum Bischof geweiht und in sein Amt eingeführt.
Arsenios KARDAMAKIS studierte orthodoxe Theologie in Athen und Thessaloniki und in weiterem Verlauf katholische Theologie an der Universität Straßburg. 2004 wurde Kardamakis Generalvikar der griechisch-orthodoxen Metropolie von Frankreich. Am 3. November 2011 von der Heiligen Synode des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel zum Metropoliten von Austria und Exarch von Ungarn und Mitteleuropa gewählt, wurde er am 30. November zum Bischof geweiht und am 4. Dezember 2011 in Wien in sein Amt eingeführt.
Cornelia RICHTER hat Evangelische Theologie mit Promotion (2002) und Habilitation (2010) in Marburg studiert und ist ordinierte Seelsorgerin. Von 2003 bis 2005 war sie Assistant Research Professor am Center for Subjectivity Research in Kopenhagen und wurde 2012 als Professorin für Systematische Theologie und Hermeneutik an die Evangelisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn berufen, der sie auch als Senatorin (2016 bis 2018) und Dekanin (2020 bis 2024) zur Verfügung stand. Zu ihren Forschungsinteressen zählen aktuell: Religionsphilosophie und Hermeneutik, Situative Dogmatik und Glaubensreflexion sowie seit 2014 das DFG-geförderte interdisziplinäre Forschungsprojekt „Resilience and Humanities“. Seit November 2025 ist Cornelia Richter die erste Bischöfin der Evangelischen Kirche A.B. Österreichs.
Literatur zum Thema:
C. Richter (Hg.), An den Grenzen des Messbaren: Die Kraft von Religion und Spiritualität in Lebenskrisen, Stuttgart 2021.
C. Richter (Hg.), Ohnmacht und Angst aushalten. Kritik der Resilienz in Theologie und Philosophie, Stuttgart, 2017.
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