Freitag 16. November 2018

Erkennen,

was dahinter steckt.

Vortrag - Glaube & Wissenschaft
Der Fall Galilei
Worum es im Konflikt zwischen Glauben und Naturwissenschaft wirklich ging und geht
Freitag, 09. November 2018, 09:00 - 12:00 Uhr
Freitag, 09. November 2018, 09.00 - 12.00 Uhr
Univ.-Prof. Dr. Roman Siebenrock
Universität Innsbruck

"Und sie dreht sich doch!" - Im Konflikt mit den Naturwissenschaften machte die Kirche nicht immer eine gute Figur. Sicher ging es im "Fall Galilei" auch um verletzte Eitelkeit und Machtstreben. Bemerkenswert ist aber, dass der erste Richter Galileis, Kardinal Bellarmin, noch der Auffassung war, dass der Physiker seine Einsichten als Hypothese vertreten könne, aber nicht als gewisse Wahrheit. Darin kommt zum Ausdruck, worum es in diesem Streit eigentlich ging: Wer darf den Anspruch erheben, die Gesamtwirklichkeit auszulegen? Der Konflikt liegt nicht so sehr in der Beziehung von Glauben und Wissenschaft, sondern in der Konkurrenz zweier philosophisch-weltanschaulicher Gesamtmodelle mit ihren jeweiligen unsachgemäßen und illegitimen Grenzüberschreitungen. Heute ist es der Naturalismus, damals der Anspruch von Galilei, mit der Physik die Bibel auszulegen.
Es geht also um den Streit um die letzten Orientierungen einer Gesellschaft. Sollen wir heute mit der Physik, den digitalen Visionen des Transhumanismus oder den Vorstellungen von Zuckerberg unsere Gesellschaft gestalten? Sind nicht auch Demokratien hier zum Scheitern verurteilt? Wer hat über die Atomspaltung abgestimmt, oder über die Entschlüsselung des Genoms oder die Entwicklungen der künstlichen Intelligenz? Wer hat zu solchen Fragen das letzte Wort?

Ort:
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
12,- / 9,50 für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE
Anmeldung erbeten bis:
02.11.2018 (begrenzte Teilnehmerzahl)
Mitveranstalter:
Personalentwicklung für Pastorale Berufe
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Roman Siebenrock
Univ.-Prof. Dr. Roman Siebenrock
Universität Innsbruck
zur Person

Roman A. SIEBENROCK studierte Theologie, Philosophie und Erwachsenenpädagogik in Innsbruck und München. Nach mehreren Jahren der Assistenz- und Lehrtätigkeit in Fundamentaltheologie an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck wurde er dort 2006 zum Professor für Dogmatik berufen. Seit 2017 ist er zudem Institutsleiter am Institut für Systematische Theologie in Innsbruck. Gastprofessuren führten ihn an die Universität Bamberg (2005) und in das Theologische Studienjahr (Dormition Abbey) Jerusalem (2012, 2014, 2016). Roman Siebenrock ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Stiftung "Karl Rahner Preis für theologische Forschung" und Vorsitzender der Internationalen Deutschen Newman-Gesellschaft e.V. Seine Forschungsschwerpunkte sind das Zweite Vatikanische Konzil, Karl Rahner und die Koordination der fakultären Forschungsplattform "Religion - Gewalt - Kommunikation - Weltordnung".

 

»Dem Reich Gottes näher kommen ...« (Lehrenden-Interview)

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