Fake News & Klimakollaps: AKADEMIE am DOM thematisiert Krisenphänomene der Gegenwart

Wien, 16. April 2026 | Mit zwei zentralen Krisenphänomenen der Gegenwart befassen sich hochkarätig besetzte Vorträge der AKADEMIE am DOM im April: Am kommenden Mittwoch, 22. April (18.00 Uhr), wird die bekannte Meteorologin und Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb über die Klimakrise sprechen und den Fokus vor allem auf notwendige Handlungsschritte im alltäglichen Leben legen. "Für Pessimismus ist es zu spät. Was angesichts des Klimakollaps zu tun ist", lautet daher auch der Titel ihres Vortrags.
Ziel ihrer Ausführungen wird es sein, sich dem Gefühl der Lähmung in Fragen der Klimakrise nicht hinzugeben, sondern aktive Schritte zu setzen und trotz allem für ein gutes Leben für alle Menschen zu kämpfen. "Erstes können wir viele Verbesserungen sehr rasch selbst spüren und zweitens ist das Leben befriedigender, wenn man eine Aufgabe und ein Ziel hat", heißt es in der Ankündigung ihres Vortrags.
Brodnig: Über die Zerstörung öffentlicher Debatten
Die Krise der Demokratie, die heute vielerorts spürbar ist, ist nicht zuletzt eine Krise der Öffentlichkeit: Denn in dem Maße, wie Fake News und Lügen die öffentlichen Debatten dominieren, wird auch Politik in Mitleidenschaft gezogen. Von dieser Diagnose geht die Medienjournalistin und Autorin Ingrid Brodnig in ihrem Vortrag am 29. April (16 Uhr) aus. Unter dem Titel "Über die gezielte Zerstörung öffentlicher Debatten" wird sie erklären, "warum Lügen / Fake News so gut funktionieren" und wie sie bekämpft werden können.
Öffentliche Debatten erscheinen heute gleichermaßen emotionalisiert, polarisiert und manipuliert. Doch es gäbe durchaus Strategien, solche Eskalationsmuster zu entlarven und "der Verrohung mit kühlem Kopf zu begegnen, denn das aufgeheizte gesellschaftliche Klima ist brandgefährlich für die Demokratie", heißt es in der Ankündigung. Diese Strategien will Brodnig in ihrem Vortrag aufzeigen und dazu einladen, eine neue politische Debattenkultur einzuüben.
Lendvai: Ein Zeitzeugengespräch
Ein Zeitzeuge zahlreicher Krisen, Konflikte und Kämpfe, der zugleich trotz allem die Hoffnung nicht verloren hat, stellt sich schließlich am 13. Mai (16 Uhr) dem Publikum: Unter dem Titel "Ein glücklicher Mann. Ein Mann, der Glück gehabt hat. Bisher" wird der bekannte Publizist, Moderator und politische Beobachter Paul Lendvai auf sein inzwischen 95-jähriges Leben zurückblicken.
Ein Leben mit vier Identitäten als Ungar, Österreicher, Jude und Europäer. "Umso wachsamer für bedrohlich Wiederkehrendes nimmt er in seinen scharfsinnigen Analysen und Büchern die politische Zeitenwende in Europa und weltweit in den Blick", heißt es in der Ankündigung.
An allen drei Veranstaltungen kann auch online teilgenommen werden!

