Der Verein der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE sieht es als seine Aufgabe, die THEOLOGISCHEN KURSE in ihrer Arbeit zu unterstützen.
Kurskonzept
Dr. Johanna FRIEDL
Spezialkurs Wien| Oktober 2026
TERMINE
| Detailinformationen |
Die Wurzeln westlicher urbaner Siedlungsstrukturen liegen im Alten Orient. Dieser Kurs beginnt mit den frühesten städte-ähnlichen Siedlungen der Bronzezeit. Er behandelt wichtige historische Epochen und verweilt an Orten und Zeitpunkten, die sich als entscheidend für die weitere Entwicklung erwiesen haben: den Beginn des Persischen Reiches, den Aufstieg des Hellenismus, seine Vorläufer in der Polis des antiken Griechenlands und die faszinierende Stadt Rom. Dieser erste von drei Spezialkursen zum Thema Stadtentwicklung schließt mit dem „Rom des Ostens“, Byzanz, aus dem Konstantinopel und schließlich Istanbul hervorgingen. Der Kurs wird mit einer umfassenden Betrachtung Jerusalems (Januar 2027) fortgesetzt und später um eine Perspektive auf mitteleuropäische Siedlungen von der Keltenzeit bis zum Mittelalter und darüber hinaus ergänzt. Letztlich geht es um die Frage, wie die städtische Umwelt die menschliche Psyche und gesellschaftliche Strukturen prägt. |
| Programm |
Freitag, 16. Oktober 2026, 16:00 - 18:00 Uhr Ursprünge der Stadt im Alten Orient (Bronzezeit bis ca. 550 v. Chr.) (Videozuspielung) Prof. DDr. Dr. h.c. Dieter VIEWEGER, DEI Jerusalem & Amman / Bergische Universität Wuppertal Freitag, 16. Oktober 2026, 18:30 - 20:30 Uhr Die antike griechische Polis Univ.-Lekt. Dr. Alfred DUNSHIRN, Institut für Philosophie, Universität Wien Samstag, 17. Oktober 2026, 09:00 - 10:45 Uhr Städte der Levante in der persischen und hellenistischen Zeit (Videozuspielung) Prof. DDr. Dr. h.c. Dieter VIEWEGER, DEI Jerusalem & Amman / Bergische Universität Wuppertal Samstag, 17. Oktober 2026, 11:00 - 12:45 Uhr Rom, die ewige Stadt PD Mag. Dr. Johannes PREISER-KAPELLER, Institut für Mittelalterforschung, ÖAW Samstag, 17. Oktober 2026, 14:00 - 16:00 Uhr Das neue Rom: Byzanz – Konstantinopel – Istanbul PD Mag. Dr. Johannes PREISER-KAPELLER, Institut für Mittelalterforschung, ÖAW |
Alfred DUNSHIRN hat Klassische Philologie (Lehramt Griechisch und Latein) und Philosophie an den Universitäten Wien und Marburg/Lahn studiert. Er habilitierte sich zum Thema "Logos bei Platon als Spiel und Ereignis" (Würzburg 2010). Derzeit ist er als Lehrbeauftragter am Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein der Universität Wien beschäftigt. Seine Forschungs- und Interessensschwerpunkte sind die Philosophie der Antike, die antike Religions- und Kulturgeschichte sowie die Rezeption der griechischen Literatur in der Philosophie der Neuzeit.
Publikationen:
Griechisch für das Philosophiestudium, 3., durchgesehene und ergänzte Aufl. 2022 (UTB; 8805)
Aristoteles. Wegbereiter der Metaphysik, Halle (Saale) 2020 (Philosophie für unterwegs; 4).
[Clara Bienert] Ist alles gut? Ein enzyklopädischer Dialog über gymnasiales Wissen, Hohenems 2022.
Logos, I. Antike, in: Thomas Kirchhoff (Hg.), Online Lexikon Naturphilosophie. https://doi.org/10.11588/oepn.2021.1.81213
Johannes PREISER-KAPELLER ist stellvertretender Leiter der Abteilung Byzanzforschung am Institut für Mittelalterforschung (IMAFO), Österreichische Akademie der Wissenschaften. Nach seiner Promotion am Institut für Byzantinistik der Universität Wien habilitierte er sich ebendort mit einer Untersuchung unter dem Titel „Entangling Byzantium and its neighbours near and far: global, relational, and environmental perspectives on the medieval world“. Seine seit 2007 am IMAFO durchgeführten Forschungstätigkeiten führten ihn für Gastforschungs- und Vortragsaufenthalte unter anderem nach Tübingen, Mainz, Bukarest, Budapest, Athen und Tokio. Er ist Träger zahlreicher Preise, Leiter von Forschungsprojekten, Mitglied in Fachgesellschaften und sehr gefragter Wissensvermittler, nicht nur innerhalb der Byzanzforschung, sondern auch an die nicht-wissenschaftliche Öffentlichkeit. Seine umfangreichen Publikationen behandeln die Schwerpunkte vergleichende byzantinische Geschichte, Vernetzung der mittelalterlichen Welt, soziale und räumliche Netzwerkanalyse, Umwelt- und Klimageschichte sowie maritime Netzwerke im mittelalterlichen Mittelmeerraum, byzantinische Kirchengeschichte und byzantinische Diplomatie.
Dieter VIEWEGER leitet das Biblisch-Archäologische Institut der Bergischen Universität Wuppertal sowie das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem und Amman. Er studierte und promovierte (1985) in der Evangelischen Theologie in Leipzig (Habilitation ebendort, 1991), wo er zunächst in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens als Pfarrer des Thomanerchores wirkte. DemTheologiestudium folgte ein Archäologiestudium im Bereich Vor- und Frühgeschichte, abgeschlossen mit Promotion (1998) an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Dieter Viewegers Forschungs- und Lehrtätigkeiten führten ihn nach Berlin an die Humboldt-Universität und schließlich an die Kirchliche Hochschule Wuppertal, wo er auch Rektor wurde. Seit 2005 war er Leitender Direktor des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem und Amman (DEIAHL), seit 2007 zugleich auch Inhaber von Forschungsstellen des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin. Praktische Ausgrabungs- und Prospektionsarbeiten, inklusive Grabungsleitungen, führte er seit 1992 an vielfachen Orten in Jordanien sowie in Italien, Griechenland und Israel durch. Sein fünfbändiges Werk „Geschichte der biblischen Welt“ (2019-2022) umfasst die Epochen vom Paläolithikum bis zur Umayyadischen Zeit.
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