Der Verein der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE sieht es als seine Aufgabe, die THEOLOGISCHEN KURSE in ihrer Arbeit zu unterstützen.
Sprachkurs Wien | Lektüreseminar | Wintersemester 26|27
TERMINE
| Detailinformationen |
Wir setzen unsere im vergangenen Studienjahr begonnene Erkundung der pluriformen Rezeption des lateinischen Bibeltextes in den Diensten seiner je zeitgemäßen Inkulturation und Explikation fort. In Weiterführung der bereits entfalteten spätantiken Bibelepik entstehen im Frühmittelalter rhythmisierte Bibelparaphrasen und leiten über zu diversen Anverwandlungen biblischer Motive und Erzählungen in unterschiedlichen Genres der mittellateinischen Literatur: allegorische Metamorphosen der nun spirituell ausgelebten erotischen Liebespoesie des Hoheliedes einerseits, Bibelparodie in weltlicher Prosa sowie bibelaffine Streitgedichte (altercationes) andererseits, dramatische Entfaltung im liturgischen Spiel als größtem Massenmedium des Hoch- und Spätmittelalters (z. B. Benediktbeurer Weihnachtsspiel, Klosterneuburger Osterspiel). Ausdeutenden Lesarten des Bibeltextes begegnen wir ferner in handschriftlichen Illuminationen sowie in Werken der bildenden Kunst, oft erschlossen durch typologisch konzipierte In- und Beischriften (z. B. Verduner Altar) – eine Einladung zur Betrachtung der didaktisch-erbaulichen Ikonographie der Biblia(e) pauperum sowie des anfänglich in lateinischer Reimprosa kommentierten "Heilsspiegels" (Speculum humanae salvationis) bis hin zur Veranschaulichung biblischer Tugenden in der barockzeitlichen Sinnbildkunst (Emblematik). Last but not least soll auch die Klanggestalt ausgewählter Bibeltexte – vor allem prominent vertonter Psalmen und Cantica – "erhört" werden. |
Michael MARGONI-KÖGLER hat in Wien Klassische Philologie (Latinistik) und Katholische Theologie studiert und gehörte zehn Jahre lang dem Institut für Liturgiewissenschaft und Sakramententheologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien als Assistent an. Weitere Unterrichtserfahrung sammelte er als Gymnasiallehrer sowie als Kursleiter bei den Wiener Volkshochschulen. Der Rezeptionsgeschichte klassisch-antiker und biblischer Texte in exegetischer wie homiletischer Literatur und Liturgie der lateinischen Patristik als wissenschaftlichem Schwerpunkt trägt seine Mitarbeit am Augustinus-Lexikon sowie am Übersetzungsprojekt der "Vulgata Deutsch" Rechnung, das im Herbst 2018 erschienen ist.
Seit 2018 ist Michael Margoni-Kögler bei den THEOLOGISCHEN KURSEN in Latein-Sprach- und Lektürekursen als Lehrender tätig.
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