Erkennen,

was dahinter steckt.

Spezialkurs Wien, März - April 2022
Katholische Kirche im Wandel
Konzepte des Katholischen im 19. und 20. Jahrhundert
Inhalt:

In den letzten 150 Jahren erlebte die Katholische Kirche mehrere Erdbeben: Auf der einen Seite das Ende des Kirchenstaats, das Erste Vatikanische Konzil und die Stärkung des Papstamtes, eine Ablehnung der "Moderne" und der neuen Methoden der Bibelwissenschaft. Auf der anderen Seite die Geburtsstunde der Soziallehre, eine Reihe von theologischen Aufbrüchen, eine liturgische Bewegung und schließlich das Zweite Vatikanische Konzil. In den letzten 150 Jahren bewegt sich also die Kirche zwischen Restaurierung und Erneuerung, zwischen Erstarrung und Modernisierung: Beides sind Bewegungen, die sich nur selten eindeutig beurteilen lassen, die aber auf die heutigen Entwicklungen ein erhellendes Licht werfen.
Im Oktober 2022 jährt sich die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils zum 60. Mal - Ermutigung und Auftrag, am Gestaltwandel der Kirche und des Christentums mitzuwirken.

Themen:
Das Erste Vatikanische Konzil und die Unfehlbarkeit des Papstes - Leo XIII. und die Soziallehre - Antimodernismus - Konflikt um die moderne Bibelwissenschaft - Liturgische Bewegung - Die Mariendogmen - Theologische Wegbereiter des Zweiten Vatikanischen Konzils - Das Zweite Vatikanische Konzil: Ein neues Pfingsten


FREITAG, 25. MÄRZ 2022, 16.00 - 20.30 Uhr

16.00 - 18.00 Uhr
Ursachen und Folgen des 1. Vatikanischen Konzils
Referent: Univ.-Lekt. Mag. Dr. Hubert Philipp WEBER, Erzdiözese Wien

18.30 - 20.30 Uhr
Der Arbeiterpapst und die Geburtsstunde der Soziallehre
Referentin: Dr. Irene KLISSENBAUER, Universität Wien

SAMSTAG, 26. MÄRZ 2022, 9.00 - 16.00 Uhr

9.00 - 12.00 Uhr
Antimodernismus: die politisch-religiösen Hintergründe und die verhängnisvollen Konsequenzen
Referent: Prof. Dr. Klaus UNTERBURGER, Universität Regensburg
Dieser Vortrag ist im Rahmen der AKADEMIE am DOM auch öffentlich ausgeschrieben.

13.30 - 16.00 Uhr
"Damit das Urteil der Kirche reife ..."
Der Konflikt um die moderne Bibelwissenschaft in der Katholischen Kirche
Referent: ao. Univ.-Prof. Dr. Martin STOWASSER, Universität Wien

FREITAG, 1. April 2022, 16.00 - 20.30 Uhr

16.00 - 18.00 Uhr
Liturgische Bewegung: Kirchen- und
Gesellschaftsreform in der Zwischenkriegszei
Referentin: Lea LERCH, Universität Tübingen

18.30 - 20.30 Uhr
Privileg oder Hoffnungszeichen für alle?
Das Dogma von der Aufnahme Mariens in den Himmel zwischen konfessioneller Enge und katholischer Weite
Referent: Prof. Dr. Roman SIEBENROCK, Universität Innsbruck
Dieser Vortrag ist im Rahmen der AKADEMIE am DOM auch öffentlich ausgeschrieben.

SAMSTAG, 2. April 2022

9.00 - 12.00 Uhr
Aufbruch ins Ungewisse: Theologische Wegbereiter und Wegbereiterinnen des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Referent: Prof. Dr. Roman SIEBENROCK, Universität Innsbruck

13.30 - 16.00 Uhr
Ein neues Pfingsten der Kirche: Das Zweite Vatikanische Konzil und die Zeichen der Zeit.
Referent: Prof. Dr. Roman SIEBENROCK, Universität Innsbruck

Referierende:
Mag. Dr. Irene Klissenbauer
ORF, Abteilung für Religion und Ethik » zur Person
Lea Franziska Lerch
Universität Tübingen » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Roman Siebenrock
Universität Innsbruck » zur Person
ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Stowasser
Universität Wien » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Klaus Unterburger
Universität Regensburg » zur Person
Univ.-Lekt. Dr. Hubert Philipp Weber
Erzbischöfliches Sekretariat Wien » zur Person
Termine:
Freitag, 25. März 2022, 16.00 - 20.30 Uhr
Samstag, 26. März 2022, 09.00 - 16.00 Uhr
Freitag, 01. April 2022, 16.00 - 20.30 Uhr
Samstag, 02. April 2022, 09.00 - 16.00 Uhr
Ort:
THEOLOGISCHE KURSE
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
145,- / 130,- für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE (inklusive Begleitbuch)
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis 25.02.2022 an!
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Mag. Susanne Fischer berät Sie gerne persönlich: 01 51552-3708
Kurskonzept:
Dr. Piotr KUBASIAK, Mag. Erhard LESACHER

 

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Irene Klissenbauer » zur Person
Mag. Dr. Irene Klissenbauer
ORF, Abteilung für Religion und Ethik
zur Person

Irene KLISSENBAUER hat Katholische Fachtheologie in Wien studiert und im Fach Sozialethik vergleichend über "Konzepte der Religionsfreiheit aus christlicher und islamischer Perspektive" dissertiert. In ihrer Zeit als Universitätsassistentin befasste sie sich insbesondere mit Menschenrechten, aktuellen Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft und Fragen der Gerechtigkeit. Seit April 2021 arbeitet sie als Redakteurin für die multimediale Abteilung Religion & Ethik des ORF.

Lea Franziska Lerch » zur Person
Lea Franziska Lerch
Universität Tübingen
zur Person

Lea LERCH hat katholische Theologie und Geschichte in Freiburg und Jerusalem studiert und ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Pius-Parsch-Institut Klosterneuburg. Sie promovierte an der Universität Erfurt über katholische Reformtheologien der Zwischenkriegszeit und untersucht die Liturgische Bewegung in ihren sozial- und mentalitätsgeschichtlichen Kontexten. Zudem ediert sie das Kriegstagebuch von Pius Parsch und seine Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg.

Roman Siebenrock » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Roman Siebenrock
Universität Innsbruck
zur Person

Roman SIEBENROCK studierte Theologie, Philosophie und Erwachsenenpädagogik in Innsbruck und München. Nach mehreren Jahren der Assistenz- und Lehrtätigkeit in Fundamentaltheologie an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck wurde er dort 2006 zum Professor für Dogmatik berufen. Seit 2017 ist er zudem Institutsleiter am Institut für Systematische Theologie in Innsbruck. Gastprofessuren führten ihn an die Universität Bamberg (2005) und in das Theologische Studienjahr (Dormition Abbey) Jerusalem (2012, 2014, 2016). Roman Siebenrock ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Stiftung "Karl Rahner Preis für theologische Forschung" und Vorsitzender der Internationalen Deutschen Newman-Gesellschaft.
Seine Forschungsschwerpunkte sind das Zweite Vatikanische Konzil, Karl Rahner und die Koordination der fakultären Forschungsplattform "Religion - Gewalt - Kommunikation - Weltordnung".

 

»Dem Reich Gottes näher kommen ...« (Lehrenden-Interview)

Martin Stowasser » zur Person
ao. Univ.-Prof. Dr. Martin Stowasser
Universität Wien
zur Person

Martin STOWASSER ist ao. Univ.-Prof. für Neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Nach dem Studium in Rom und Wien hat er sich 2001 für das Fach Neutestamentliche Bibelwissenschaft habilitiert. Martin Stowasser ist Mitglied der Society for New Testament Studies, der Arbeitsgemeinschaft der Deutschsprachigen Katholischen NeutestamentlerInnen, ist Mitglied und war von 1993 bis 2001 Vorsitzender der "Arbeitsgemeinschaft der Assistentinnen und Assistenten an Bibelwissenschaftlichen Lehrstühlen Österreichs". Er ist Autor zahlreicher Publikationen zu den Schriften des Neuen Testaments.

Klaus Unterburger » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Klaus Unterburger
Universität Regensburg
zur Person

Klaus UNTERBURGER hat Katholische Theologie (Promotion 2004) und Philosophie (M. A. 1996) in München studiert und sich 2008 an der Universität Münster für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte habilitiert. Nach Vertretungsprofessuren an den Universitäten Münster und Regensburg sowie einem Lehrauftrag für Patrologie an der Katholischen Privatuniversität Linz folgte 2012 die Berufung als Professor für Historische Theologie/Mittlere und Neue Kirchengeschichte an die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Regensburg. In seiner Forschung und Lehre sowie in zahlreichen Publikationen vertritt Klaus Unterburger sein Fach, um "historisch Kontingentes in seiner Entstehung und ursprünglichen Funktion aufzudecken" und so das Evangelium von "Normen, Standpunkten und Interessen, die zu Unrecht überzeitliche Geltung beanspruchen", zu befreien.

Hubert Philipp Weber » zur Person
Univ.-Lekt. Dr. Hubert Philipp Weber
Erzbischöfliches Sekretariat Wien
zur Person

Hubert Philipp WEBER leitet das Erzbischöfliche Sekretariat der Erzdiözese Wien und ist Lehrbeauftragter am Institut für Dogmatische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind das Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaften, insbesondere nach den Texten des Ersten und Zweiten Vatikanischen Konzils, die Theologie des Augustinus, Grundfragen der theologischen Erkenntnislehre sowie die mittelalterliche Theologie.

THEOLOGISCHE KURSE

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