Erkennen,

was dahinter steckt.

Vortrag und Gespräch - 100 Jahre Republik
Erinnern für die Zukunft
Gedenkdienst weltweit und Haus der Verantwortung in Braunau am Inn
Wednesday, 07. November 2018, 18:30 - 21:00 Uhr
Mittwoch, 07. November 2018, 18.30 - 21.00 Uhr
Prof. Dr. Andreas Maislinger
Österreichischer Auslandsdienst » zur Person

Fast 50 Jahre nach Kriegsende, am 1. September 1992, hat der erste Österreicher seinen Gedenkdienst im Museum Auschwitz-Birkenau angetreten. Aus den bescheidenen Anfängen wurde ein weltweites Netzwerk. Jungen Menschen wird damit nicht nur die Möglichkeit gegeben, ihr "Heimweh nach der Welt" (Ernst Florian Winter) fruchtbar zu machen, sondern als "Kleine Botschafter" auch zu zeigen, dass die Republik Österreich ihre belastende Geschichte verantwortet und aktiv aufarbeitet. Im "Haus der Verantwortung" (Braunau/Inn) sollen umgekehrt diese jungen ÖsterreicherInnen die Möglichkeit erhalten junge Menschen aus ihren Einsatzorten einzuladen, um bei uns über ihre Verantwortung gegenüber ihrer eigenen Vergangenheit und für ihre eigene Zukunft nachzudenken. Heute ist das Bestehen des von Andreas Maislinger zäh erkämpften Gedenkdienstes finanziell und politisch gefährdet und auch sein Einsatz für das "Haus der Verantwortung" am Geburtsort Hitlers stößt nicht nur auf Gegenliebe.

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1010 Wien, Stephansplatz 3
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Andreas Maislinger » zur Person
Prof. Dr. Andreas Maislinger
Österreichischer Auslandsdienst
zur Person

Andreas MAISLINGER hat Rechts- und Politikwissenschaft sowie Geschichte studiert (Promotion 1980) und war von 1982 bis 1991 an den Universitäten Innsbruck, New Orleans, Berlin, Linz und Jerusalem tätig. Für den von ihm gegründeten Verein Österreichischer Auslandsdienst (Zivildienst in Auschwitz), musste er viele Jahre um staatliche Anerkennung (1992) kämpfen. Anschließend war Andreas Maislinger von 1992 bis 2012 wissenschaftlicher Leiter der Braunauer Zeitgeschichte-Tage in Braunau am Inn, wo er sich seit 2000 dafür einsetzt, im Geburtshaus von Adolf Hitler ein "Haus der Verantwortung" einzurichten. Der engagierte Gründer, Mitgründer und Mitglied zahlreicher Initiativen für Frieden, Völkerverständigung und Menschenrechte wurde vielfach geehrt, u. a. mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2005) und dem Leopold Kunschak-Anerkennungspreis (2015).

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