Erkennen,

was dahinter steckt.

Vortrag - Im Brennpunkt
Der Krieg vor unserer Haustür
Der Zerfall Jugoslawiens vor 30 Jahren
Thursday, 18. March 2021, 19:00 - 21:00 Uhr
Donnerstag, 18. März 2021, 19.00 - 21.00 Uhr
Dr. Friedrich Orter
Journalist und Autor » zur Person

Der Untergang des Vielvölkerstaates Jugoslawien war die Folge unbewältigter historischer Konflikte, unüberwindbarer wirtschaftspolitischer Gegensätze und ungelöster Nationalitätenkonflikte. Die politischen und intellektuellen Eliten in Ljubljana, Zagreb und Sarajewo erstrebten nach Titos Tod 1980 in ihren Teilrepubliken Unabhängigkeit, Demokratisierung, Marktwirtschaft und eine Annäherung an die EU.
Belgrad sah durch diese Forderungen die Einheit der Serben bedroht und wollte den Zusammenhalt Jugoslawiens mit militärischen Mitteln erzwingen. Mehr als 100.000 Tote und Millionen Vertriebene waren Opfer dieser Politik.
Die EU und die USA sind mit ihrer Politik im ehemaligen Jugoslawien gescheitert. Gründe für dieses Versagen gibt es viele. Die Gefahr besteht, dass der krisenanfällige Balkan wieder in militärische Konflikte stürzen könnte. Deshalb ist eine internationale Krisenintervention unabdingbar.
Friedrich Orter, in den 1990er Jahren als ORF-Reporter Augenzeuge der vier Balkankriege, analysiert die Hintergründe dieser europäischen Tragödie.

Ort:
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
14,- / 11,- für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE
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Friedrich Orter » zur Person
Dr. Friedrich Orter
Journalist und Autor
zur Person

Friedrich ORTER hat in Wien Slawistik, Geschichtswissenschaft, Germanistik und Philosophie studiert und wurde 1975 zum Doktor der Philosophie promoviert. Seit 1980 in der Osteuroparedaktion des ORF tätig, berichtete er ab 1991 regelmäßig von den dramatischen Ereignissen im ehemaligen Jugoslawien, bis er aus Sicherheitsgründen von seinem Arbeitgeber abgezogen werden musste. In den folgenden Jahren war Fritz Orter für den ORF in allen Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens unterwegs und hat nach Einsätzen in insgesamt 14 Kriegen seine Tätigkeit 2012 beendet.
Als Reporter wollte er nicht Kriegsberichterstatter, sondern "Friedensreporter" sein - in der Hoffnung, dass seine Berichte über das Elend der kriegsbetroffenen Zivilbevölkerung dazu betragen mögen, "solche Katastrophen" künftig zu verhindern". Mehrfach ausgezeichnet, wurde Orters Lebenswerk 2020 mit dem renommierten Axel-Corti-Preis gewürdigt.

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