Samstag 25. März 2017

Erkennen,

was dahinter steckt.

Spezialkurs Wien, März - April 2017
Die Geschichte der Kirche
Ein herausforderndes Erbe
Inhalt:

Die Kirche als Gemeinschaft des Glaubens sowie als Institution bewegt sich seit zwei Jahrtausenden durch die Geschichte - mit Höhen und Tiefen, Entwicklungen und Veränderungen, Stagnierung und Verfestigung. Wenn Vorwürfe gegen die Institution "Kirche" wie Intoleranz, Gewalt, Frauenfeindlichkeit, unheilige Allianzen und anderes im Raum stehen, zeigt sich, dass die Last der Geschichte schwer wiegt. Doch ebenso präsent ist die Hoffnung auf das Wirken des Gottesgeistes im Glauben aller Generationen. Dabei ist jede Zeit aus ihren eigenen Voraussetzungen heraus zu verstehen, um am Maßstab des Evangeliums Entfaltungen und Fehlentwicklungen, Errungenschaften und Versäumnisse sowie Korrekturen des kirchlichen Lebens und Wirkens unterscheiden zu lernen und dazu Stellung nehmen zu können.
Sie gewinnen ein Verständnis der 2000-jährigen Geschichte der Kirche jenseits von Beschönigung und oberflächlicher Beurteilung. Ausgewählte Beispiele verdeutlichen Zusammenhänge und Entwicklungen und erschließen Zugänge zu jenem Erbe im Guten wie im Problematischen, das in die Gegenwart der katholischen Kirche hereinragt und ihre Zukunft mitbestimmt.

Samstag, 11. März 2017, 9.00 - 16.30 Uhr
"Ein Haus voll Glorie" - oder eine Kriminalgeschichte?

Zweitausend Jahre im Überblick: Attraktive Anfänge - Wirksame Weichenstellungen
Referierender: Christian WIESNER, M. A.

Samstag, 25. März 2017, 9.00 - 16.30 Uhr
Nicht von dieser Welt? Konfrontationen - Kompromisse - Korrekturen

Dialogfähigkeit der Kirche auf dem Weg zur Macht: Wahrheitsanspruch und (In-) Toleranzen
Referentin: Univ.-Prof. Dr. Uta HEIL

Das Mönchtum - ein Stachel im Fleisch der Kirche? Ideale und ihre Wirklichkeiten
Referent: Univ.-Prof. DDr. Pablo ARGÁRATE

Samstag, 1. April 2017, 9.00 - 16.30 Uhr
In der Welt. Christliche Lebens- und Gesellschaftsordnung

Machtverhältnisse im Mittelalter
Referent: Univ.-Prof. Dr. Thomas PRÜGL

Gott & Mensch in der mittelalterlichen Gesellschaft
Referent: Univ.-Ass. Dr. Johannes GIESSAUF

Samstag, 22. April 2017, 9.00 - 16.30 Uhr
Für die Welt! Dienst, Macht und Ohnmacht der Kirche

Machtverlust und Versagensängste: Revolutionen, Totalitarismen, Zeitgeist
Referent: Univ.-Ass. Dr. Roland CERNY-WERNER

Dienende Kirche? Seelsorge, Fürsorge, Option für die Armen, Theologien der Befreiung
Referent: Univ.-Ass. Mag. Christian WIESNER, M. A.

Referierende:
Univ.-Prof. DDr. Pablo Argárate
Universität Graz
Ass.Prof. MMag. Dr. Roland Cerny-Werner
Universität Salzburg
Univ.-Ass. Mag. Dr. Johannes Giessauf
Universität Graz
Univ.-Prof. Dr. Uta Heil
Universität Wien
Univ.-Prof. Dr. Thomas Prügl
Universität Wien
Univ.-Ass. Mag. Christian Wiesner, M.A.
Katholische Privatuniversität Linz
Termine:
Samstag, 11. März 2017, 09.00 - 16.30 Uhr
Samstag, 25. März 2017, 09.00 - 16.30 Uhr
Samstag, 01. April 2017, 09.00 - 16.30 Uhr
Samstag, 22. April 2017, 09.00 - 16.30 Uhr
Ort:
THEOLOGISCHE KURSE
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
130,- / 117,- für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE (inklusive Begleitbuch)
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis 10.02.2017 an!
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Mag. Susanne Fischer berät Sie gerne persönlich: 01 51552-3708
Kurskonzept:
Mag. DDr. Ingrid FISCHER, Mag. Dr. Andrea RIEDL

 

Anmeldung
Persönliche Daten
Anmerkungen
AGB: Mit dieser Anmeldung erkläre ich mich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der THEOLOGISCHEN KURSE einverstanden.
Pablo Argárate
Univ.-Prof. DDr. Pablo Argárate
Universität Graz
zur Person

Der Kirchenhistoriker Pablo ARGÁRATE hat Philosophie und Theologie in Argentinien und Deutschland studiert und mit Promotion in beiden Disziplinen abgeschlossen. Ab1990 als Dozent in Argentinien, Kanada und Deutschland sowie als Gastprofessor in Rumänien, Griechenland und Spanien tätig, ist er seit 2011 Professor am Institut für Ökumenische Theologie, Ostkirchliche Orthodoxie und Patrologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz. Er forscht zur Geschichte und Evolution der Pneumatologie im frühen Christentum, den Sprachen und Kulturen des christlichen Ostens (Armenien, Syrien, Äthiopien und Ägypten) und dem Vergleich der unterschiedlichen asketischen und mystischen Traditionen (lateinisch, byzantinisch, armenisch, koptisch, äthiopisch und syrisch) in der Patristik und den byzantinischen Kirchen.

Roland Cerny-Werner
Ass.Prof. MMag. Dr. Roland Cerny-Werner
Universität Salzburg
zur Person

Roland Cerny-Werner, geb. 1975, hat Neuere & Neueste Geschichte / Erziehungswissenschaft und Alte Geschichte an der Friedrich Schiller Universität in Jena sowie Katholische Fachtheologie an der Paris Lodron Universität Salzburg studiert. Seine theologischen Schwerpunkte sind u.a.: Kirchengeschichte mit besonderem Schwerpunkt auf kirchlicher Zeitgeschichte, Politische Bildung und Antisemitismusforschung. Das Thema seiner Dissertation lautet "Vatikanische Ostpolitik und die DDR". Als Assistenzprofessor ist er seit 2016 (vorher seit 2010 Universitätsassistent) im Fachbereich Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte an der Katholisch Theologischen Fakultät der Universität Salzburg tätig und ist Mitglied des Zentrums zur Erforschung des Christlichen Ostens und Mitglied des Zentrums für Jüdische Kulturgeschichte (Beides ebenfalls Universität Salzburg).

Johannes Giessauf
Univ.-Ass. Mag. Dr. Johannes Giessauf
Universität Graz
zur Person

Johannes GIESSAUF ist promovierter Historiker und Assistenzprofessor am Institut für Geschichte der Universität Graz und gehört zudem seit 2006 der Historischen Landeskommission für die Steiermark an. In seiner Tätigkeit in Forschung und Lehre ist ihm die Erschließung vermeintlich "trockener" historischer Daten und Fakten als ebenso spannend wie unterhaltsam wichtig. In seinen Vorträgen und Publikationen befasst er sich u. a. mit Kulturkontakten zwischen Asien und Europa im Mittelalter durch nomadische Reitervölker und die Kreuzritter, aber auch mit speziellen Phänomenen wie Ekstase und Rausch, Kannibalismus oder der Rolle der Frau im Bett mit der Macht.

Uta Heil
Univ.-Prof. Dr. Uta Heil
Universität Wien
zur Person

Uta HEIL hat evangelische Theologie in Bielefeld und Bonn studiert und sich nach ihrer Promotion (Universität Erlangen) 2009 habilitiert. Nach einigen Jahren im Grazer Schuldienst und als wissenschaftliche Mitarbeiterin hatte sie bis 2013 mehrere Lehrstuhlvertretungen und Gastprofessuren im deutschsprachigen Raum inne. Dem (nicht angenommenen) Ruf auf die Professur für Kirchengeschichte I (Ältere Kirchengeschichte) an der Universität München folgte der Ruf nach Wien, wo Uta Heil seit 2015 als Universitätsprofessorin an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien tätig ist. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Spätantike: Dazu gehören die frühchristlichen apologetischen Schriften, der "arianische" Streit um die Trinitätstheologie, das Christentum und die Schriftauslegung in der alten Kirche.

Thomas Prügl
Univ.-Prof. Dr. Thomas Prügl
Universität Wien
zur Person

Thomas PRÜGL hat in München und Rom Katholische Theologie studiert (Promotion 1994) und war danach bis 2001 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und wissenschaftlicher Assistent am Grabmann-Institut zur Erforschung der mittelalterlichen Theologie und Philosophie an der Universität München, anschließend bis 2008 an der University of Notre Dame (Indiana, USA), dort zuletzt als Associate Professor for Historical Theology, tätig. Seit 2008 ist Thomas Prügl Professor für Kirchengeschichte und Institutsvorstand an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Zu seinen Forschungsinteressen zählen die Kirchengeschichte und Ekklesiologie des Mittelalters, die Konzilien von Konstanz und Basel, die Geschichte der Schriftauslegung im Mittelalter, die des Dominikanerordens sowie die Geschichte der Mediävistik.

Christian Wiesner, M.A.
Univ.-Ass. Mag. Christian Wiesner, M.A.
Katholische Privatuniversität Linz
zur Person

Christian WIESNER hat Katholische Theologie (Diplom 2011), Geschichte, Biologie (Lehramt) sowie Frühchristliche Archäologie (Magister) in Münster studiert und ist seit 2008 als Universitätsassistent am Institut für Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholischen Privatuniversität in Linz tätig. Als Stipendiat am Deutschen sowie am Österreichischen Historischen Institut in Rom nutzte Christian Wiesner 2012-2013 die Gelegenheit, sich vor Ort auf ergiebige Spurensuche nach dem christlichen Rom der Spätantike bis zur Frühen Neuzeit zu begeben.

THEOLOGISCHE KURSE

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