Editorial - Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt

Liebe Leserin! Lieber Leser!
Aus der ehemaligen DDR ist folgender Dialog überliefert: „Bist du religiös oder atheistisch?" – „Weder noch. Ich bin normal.“ Die Antwort eines Menschen ohne jegliches Sensorium für Religion. Religiöse und weltanschauliche „Normalität“ nimmt stark zu. Man kann religiös sein, muss es aber nicht. Ohne Religion fehlt nichts. Die „Normalen“ vermissen Religion nicht einmal. Religiöser Indifferentismus ist gelebte Gleichgültigkeit aus Desinteresse oder Gewohnheit: „Religion kommt für mich nicht vor …“
Ohne Religion fehlt nichts
Der im niederländischen Tilburg lehrende Pastoraltheologe Jan Loffeld hat 2024 sein vielbeachtetes Buch „Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt. Das Christentum vor der religiösen Indifferenz“ vorgelegt und eine breite Debatte ausgelöst. Im Fokus dieses Heftes lesen Sie die Stellungnahme des renommierten Bochumer Pastoraltheologen Matthias Sellmanns zu Loffelds Thesen sowie Auszüge einer Reaktion Loffelds auf Sellmann. Zudem ist Jan Loffeld am 05.03.2020 März per Videozuspielung in der AKADEMIE am DOM zu Gast: „… wenn Religion keine Rolle mehr spielt?“. Was hinter dem „religiösen Revival bei jungen Menschen“ steckt, wird Regina Polak am 29.04.2026 verraten.
Spezialkurse – Reisen – Online-Module
Das Frühjahr 2026 bringt eine Fülle spannender Spezialkurse. Beispielhaft seien genannt: „Der Hund. Eine Kulturgeschichte“ (Wien), „Kreuz, Opfer und Hingabe“ (Wien und Batschuns), „Die Seele“ (Graz), „Kirchen als sprechende Räume (Wien), Maria (Matrei am Brenner) und „Kulturgeschichte Europas (Salzburg).
Studienreisen führen nach „Venedig. Zeitreise von Torcello bis zur Biennale“ (Anmeldung nur bis 15.01.2026) und nach „Armenien - Georgien – Osttürkei“. Die asynchronen Online-Kurse: Für den Kurs „Gott: Vater – Sohn – Heiliger Geist. Das Glaubensbekenntnis“ können Sie sich noch bis 19.01.2026 anmelden. Im März startet „Die große Story der Bibel“ – und was theologisch dahinter steckt. Ab April widmet sich Martin Lintner in einem Online-Modul dem Thema „männlich – weiblich – divers. Diversität von Geschlechtsidentitäten und christliches Menschenbild“.
Ich freue mich, wenn Sie sich auch im Neuen Jahr von unseren Angeboten ansprechen lassen!
Herzlich,
Ihr Erhard Lesacher
Theologie braucht FREUNDE
FREUNDE, Förderer und Sponsoren engagieren sich für die THEOLOGISCHEN KURSE: Sie empfehlen die Kursangebote weiter und unterstützen sie finanziell durch einen jährlichen Beitrag (35,- oder 65,- oder 95,-). Regelmäßigkeit macht Unterstützung nachhaltig wirksam.
Interessiert? – Detailinformationen über die Mitgliedschaft im Verein der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE finden Sie unter: www.theologischekurse.at/freunde oder freunde@theologischekurse.at.

