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    Frauen auf dünnem Eis


    Von Ingrid FISCHER, Wien

     

    Erschienen in: theologie aktuell | Ausgabe 4 - Jahrgang 2025/26

     

    Hildegard von Bingen

    Gerda Arendt, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

     

    "Von Gottes Gnaden" - Nicht nur weltliche Regentschaft wurde über Jahrhunderte so legitimiert - auch Frauen beanspruchten und gebrauchten ihre unmittelbar von Gott geschenkte Begabung und Autorität, um sogar Päpsten zu raten und kirchliche wie gesellschaftliche Konventionen zu überwinden. Das damit verbundene Risiko freilich war groß, denn sich derart berufen zu wissen, bedurfte weder bestimmter im Klerikerstand über Jahre erworbener Fertigkeiten noch einer kirchlichen "Zulassung", sondern allein göttlicher Erwählung - paradoxerweise nicht trotz, sondern aufgrund ihrer Niedrigkeit als Frau (vgl. 1 Kor 1,28). Diese Begnadung konnte von den kirchlichen Oberen anerkannt oder auch verworfen werden: So wurden Hildegard von Bingen oder Teresa von Ávila zu heiligen Kirchenlehrerinnen erhoben, während man die selbstbewusste Begine Marguerite Porète, die eine liebende Kirche aufbauen wollte, als Häretikerin verbrannt hat.

     

    Die wohl bekannteste und heute auch gesellschaftlich wirkmächtigste Kirchenlehrerin ist Hildegard von Bingen (1098-1179), die ihre Erleuchtung so beschreibt:

     

    "Du hinfälliger Mensch, du Asche, du Fäulnis von Fäulnis, sage und schreibe nieder, was du siehst und hörst. Doch weil du furchtsam bist zum Reden, in deiner Einfalt die Offenbarung nicht auslegen kannst, und zu ungelehrt bist zum Schreiben, rede und schreibe nicht nach Menschenart, nicht aus verstandesmäßiger menschlicher Erfindung heraus, oder in eigenwilliger menschlicher Gestaltung, sondern so, wie du es in himmlischen Wirklich¬keiten in den Wundertaten Gottes siehts und hörst. [...] Schreibe es nicht nach eigenem Gutdünken oder dem eines anderen Menschen, sondern wie es dem Willen dessen entspricht, der alles weiß, alles sieht und alles in der Verborgenheit seiner Geheimnisse anordnet." (aus: Prolog zu Scivias - Wisse die Wege)

     

    Frauen mit Interesse an Theologie waren unter kirchlicher Aufsicht geduldet, durften von Frau zu Frau ihre Einsichten weitergeben, aber weder studieren noch öffentlich lehren - es sei denn, ihr Wissen verdankte sich erwiesenermaßen unmittelbarer göttlicher Eingebung. So selbstverständlich wie die Prüfung und Kontrolle solcher Visionen durch die männliche kirchliche Obrigkeit erscheint in der Hagiografie allerdings auch das Geschlechterstereotyp weiblicher Passivität, welches die Visionärinnen als bis zur Selbstaufgabe hingebungsvoll Empfangende beschreibt, deren Unvermögen allein sie erst zum Gefäß göttlicher Erleuchtung werden ließ.

     

    "Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen"

     

    Heinrichs Heine Menetekel hat sich nicht erst im 20. Jahrhundert auf entsetzliche Weise bewahrheitet. Die Mystikerin Marguerite Porète (ca. 1260-1310) entsprach nicht dem geduldeten Ideal der Visionärin aufgrund eigener Unzulänglichkeit. Ihr selbstbewusst verfasstes Buch "Der Spiegel der einfachen Seelen" - er richtet sich freilich weder an unbedarfte noch standesniedrige, vielmehr an religiös fortgeschrittene Personen - wurde in mehrere Sprachen übersetzt und fand weite Verbreitung und Leser*innenschaft bis weit ins 16. Jahrhundert hinein. Die gängige literarische Gattung der "Spiegel" erinnerte Aristokrat*innen an ihre Pflichten und Tugenden, doch warnt Marguerite ihre Leserinnen, sich damit zu begnügen. Zu sehr seien die angemahnten Tugenden in der "Spiegel-Literatur" gemeinhin ein Mittel zur Disziplinierung (insbesondere der Frauen):

     

    "Ihr Damen ohne Erkenntnis, die ihr in einem gehobenen Stand seid, und euch zugleich in einem Sein befindet, ohne euch von dem Zustand zu trennen, der nichts erkennt. Ihr seid wahrlich diejenigen, die nichts erkennen." (Der Spiegel der einfachen Seelen Kap. 119) Die Tugenden nämlich seien als göttliche Gaben in Wahrheit frei und liebend empfangene Fähigkeiten. Wie in der ritterlichen Minne zu Hohen Frauen, lebt die Liebe der Seele zugleich von der Sehnsucht und der Entzogenheit des Geliebten. Anspruchsvoll setzt die Autorin "der normativen Disziplinierung im Namen der Tugend ihre Liebesvision entgegen" (D. Mieth) - ganz ohne Beistand oder Legitimierung eines geistlichen Begleiters!

     

    Im "Spiegel" diskutieren und disputieren Liebe und Verstand sowie weitere Akteure wie Glaube, Zweifel, Sehnsucht und Hoffnung über den Aufstieg der Seele zu Gott. Die aus dem nordfranzösischen Grenzgebiet stammende überaus gebildete Begine ist nahe an Meister Eckhart, wenn beide - in religiöser Selbstbestimmung, ohne äußere Vermittlung - von der Hineinverwandlung oder Transformation der liebenden Seele in Gott sprechen. Dies geschieht bei Marguerite in mehreren Stufen ("Zuständen") kontinuierlich geübter Selbstzurücknahme in den Willen Gottes: Dass die Seele dabei die Gebote, die Evangelischen Räte, äußere Übungen, den Gehorsam gegenüber fremdem Willen und schließlich den eigenen freien Willen hinter sich lässt - dann erst ist die Seele nämlich "einfach" geworden -, um im Einklang mit dem göttlichen Willen in die große Freiheit einzugehen, musste als Provokation aufgefasst werden.

     

    Beinahe protestantisch - oder einfach sehr modern - mutet das auch Kirchenverständnis Marguerites an, wenn sie von der "kleinen" Kirche der Kleriker und der "großen" Kirche aller Getauften ("Laien" inklusive Klerus) spricht. In einer Zeit zahlreicher laikaler geistlicher Erneuerungsbewegungen "von unten", war dies keine ungefährliche Rede, womit sie einmal mehr die Aufmerksamkeit der Inquisition auf sich zog. Marguerites Leben und Sterben ist eine beklemmende Anfrage an die hierarchisch-obrigkeitliche Disziplinierung weiblicher Spiritualität und Mystik, die sich nicht einfach - wider eigene Erkenntnis und höhere Einsicht - unterwerfen konnte. Am Ende eines manipulierten Prozesses, dessen Urteil bereits feststand, wurde Marguerite bei lebendigem Leib verbrannt.

     

    Selbst die ersternannte Kirchenlehrerin - Teresa von Ávila (1515 -1582) wurde von Paul VI. 1970 zur doctrix Ecclesiae erhoben - hatte einen Inquisitionsprozess zunächst mit durchaus ungewissem Ausgang durchzustehen. Der päpstliche Nuntius Filippo Sega nennt sie ein "herumvagabundierendes Weibsbild, das unter dem Vorwand von Frömmigkeit falsche Lehren erfindet." Und sie hat familiäre Lasten zu tragen, denn ihr Großvater und Vater standen wie alle getauften Juden generell unter Verdacht jederzeit "rückfällig" werden zu können - viele von ihnen waren Repressalien oder noch Schlimmerem wie dem Autodafé (Glaubensgericht) ausgesetzt. Auch wenn die junge Teresa deshalb vielleicht umso mehr christliche Bildung erfährt, ist ihr die Kirchenlehrerin keineswegs in die Wiege gelegt. Sie ist hin- und hergerissen zwischen geistlicher Sehnsucht und einem weltzugewandten gesellschaftlichen Leben. Schließlich erscheint ihr das klösterliche Leben doch attraktiver (und dem Heil zuträglicher) als das einer spanischen Ehefrau im 16. Jahrhundert. Es bedarf nach ihrem Klostereintritt freilich noch einer "zweiten Bekehrung" bis Teresas Höllenangst der Gewissheit von der Barmherzigkeit Gottes weicht. Nun beginnt sie zu schreiben, entwickelt sich zur charismatischen Gründerin eines Reform-Karmels, dem zahlreiche weitere Klostergründungen folgen, und beginnt eine lebenslange Freundschaft mit Johannes vom Kreuz.

     

    1579 freigesprochen, 1622 heiliggesprochen, gab es in unseren Tagen schließlich die Bereitschaft, auch offiziell anzuerkennen, was Teresa de Jesús längst gebührte:

     

    "Es war naheliegend, aus den heiligen Frauen zuerst Teresa von Avila zur Kirchenlehrerin zu ernennen. Die Liturgie preist sie seit Jahrhunderten für ihre Weisheit. Die Kunst präsentiert sie ganz selbstverständlich als Doktorin. Teresa hält auf vielen Heiligendarstellungen Buch und Feder in der Hand oder wird als vom Heiligen Geist inspiriert dargestellt. Die Statue der Teresa im Petersdom zeigt sie schreibend und ehrt sie mit einer Inschrift als Mater spiritualium. Die theologische Literatur erweist ihr seit Jahrhunderten Anerkennung als Magistra des Gebetslebens. Sie besitzt ein eigenes originelles Lehrwerk." (Eva Doppelbauer, Dissertation S. 233)

     

    Zu Teresas Schriften zählen u. a. "Die innere Burg", "Das Buch meines Lebens", der "Weg der Vollkommenheit sowie zahlreiche Briefe, Gedichte und Gedanken zu biblischen Texten. Teresa bleibt "geerdet" und so entfaltet ihr "inneres Gebet" selbst in einer von Getriebe geprägten Welt Wirksamkeit und wird von vielen Menschen damals wie heute im alltäglichen Leben praktiziert.

     

    Zur geistlichen Inspiration wird die "große" Teresa auch der von den Nationalsozialisten deportierten und in Auschwitz ermordeten Philosophin und Theologin Edith Stein (1891-1942). Sie entstammte ebenfalls einem orthodoxen jüdischen Elternhaus, begann ihren Weg aber in kritischer Distanz zum Glauben, studierte Germanistik, Geschichte, Psychologie und Philosophie und arbeitete neben kurzer akademischer Karriere bis 1933 als Lehrerin und Vortragsreisende. Als sie mit dem christlichen Glauben in Berührung kommt, wird Teresas "Weg meines Lebens" zur Lebenswende, führt zur Konversion und zum späteren Eintritt in den Karmel. Geboren am Versöhnungstag Yom Kippur des jüdischen Jahres 5652, getauft am Fest der Beschneidung Jesu 1922, feiert sie 1934 als Teresia Benedicta a Cruce ("die vom Kreuz Gesegnete") ihre Einkleidung. Ihre Berufung als Karmelitin sieht sie darin, für alle Menschen, insbesondere aber für ihr Volk vor Gott zu stehen und schreibt1938, sie denke dabei an Königin Ester, "die gerade darum aus ihrem Volk genommen wurde, um für das Volk vor dem König zu stehen. Ich bin eine sehr arme und ohnmächtige kleine Ester, aber der König, der mich erwählt, ist unendlich groß und barmherzig. Das ist ein großer Trost". Zunächst kann sie vor dem Terror der Nazis in den Karmel von Echt in den Niederlanden fliehen, wird dort aber gemeinsam mit ihrer Schwester Rosa von der Gestapo aufgespürt, deportiert und schließlich ermordet.

     

    Edith Stein wurde 1998 heiliggesprochen und 1999 zur Patronin Europas erhoben, doch an ihrer "Berufbarkeit" zur Kirchenlehrerin scheiden sich derzeit noch die Geister. Ihre Befürworter*innen anerkennen ihre Schriften als hinreichend kreativ und sehen somit das Kriterium der geforderten "hervorragenden Glaubenslehre" ebenso erfüllt wie das der "hervorstechenden Heiligkeit". Was bislang dennoch aussteht, ist eine päpstliche oder auch die Erklärung eines Allgemeinen Konzils, für die u. a. Helmut Moll, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts, plädiert.

     

    Kritisch gesehen wird mancherorts auch die Erhebung der "kleine" Thérèse von Lisieux (1997) zur Kirchenlehrerin, die keinerlei theologisches Werk hinterlassen hat. Ihr "kleiner Weg" der geistlichen Armut habe zweifellos spirituellen Wert, doch "das Argument, wonach das Leben eines Heiligen bereits eine Lehre darstelle [...] kann nicht überzeugen. Wenn jeder Heilige automatisch ein Theologe und potentieller Kirchenlehrer ist, dann verliert dieser Titel seine spezifische, theologisch begründete Bedeutung." (Eva Doppelbauer, Dissertation S. 227) Zunächst blieb die nach den vier Kirchenvätern - zugleich Kirchenlehrern - erfolgte Ernennung des Thomas von Aquin im 13. Jahrhundert für Jahrhunderte die einzige weitere Erhebung zu einem doctor ecclesiae. Erst in der Neuzeit kann die dafür notwendige "herausragende Lehre" (doctrina eminens) auch mit dem durch Taufe und Teilhabe am gemeinsamen Priestertum (1 Petr 2,9) geschenkten Lehrcharisma begründet werden.

     

    So war auch der Weg für die bis dahin vom paulinischen Schweigegebot (1 Kor 14,34) belegten Frauen geebnet wie für die vierte (1970) zur Kirchenlehrerin erhobene Mystikerin Caterina von Siena (1347-1380). Aus verarmtem Adel stammend, ungebildet, aber sensibel und hellsichtig, feiert sie visionäre Verlobung mit Christus und empfängt später - nur für sie selbst sichtbar - seine Wundmale. Kirchlich relevanter wurde ihr öffentliches Wirken: Sie diskutiert Fragen der Gesellschafts- und Kirchenpolitik, stiftet Frieden zwischen verfeindeten Adelsparteien, diktiert Briefe an Staatsoberhäupter und kann schließlich Papst Gregor XI. zur Rückkehr aus Avignon (und damit aus der Einflusssphäre des französischen Königs) nach Rom bewegen. Wenig später nimmt allerdings das Kirchendrama des Großen Abendländischen Schismas seinen Lauf, das erst nach Caterinas Tod beendet werden kann. In einem Brief mahnt sie den Papst:

     

    "Ihr wisst wohl, Heiliger Vater, wenn Ihr die heilige Kirche zur Braut genommen habt, seid Ihr auch damit einverstanden, für sie hart zu arbeiten." (Brief 252 an Gregor XI.) Als man sie schließlich in Avignon vorlässt, wird sie noch deutlicher, wie ihr Beichtvater, Berater und Übersetzer schreibt: "Da wandte sich der Papst an Caterina und fragte: Wie willst du nach ein paar Tagen schon die Zustände am Hofe beurteilen? Da richtete sie sich unversehens hoch auf und erwiderte mit fester Stimme: Ich bekenne furchtlos, da es um die Ehre des allmächtigen Gottes geht, daß die Sünden des päpstlichen Hofes bis nach Siena stinken, von wo ich herkomme, und mir dort noch mehr Ekel einjagen als den Leute hier, die sich damit besudelt haben und sich noch jeden Tag besudeln." (Raimund von Capua)

     

    Die strengen Kriterien für die Anerkennung als doctor ecclesiae universalis haben sich im 20. Jahrhundert dahingehend verändert, dass neben - Frauen die längste Zeit unzugänglichem - gelehrtem theologischen Wissen nun auch "eingegossenes Wissen" sowie die Charismen der Weisheit und Wissenschaft gewürdigt werden. Mit ihren männlichen Kollegen teilen die vier derart begabten Kirchenlehrerinnen das Streben nach Gotteserkenntnis, darüber hinaus aber untereinander ihre demütige Hingabe an den göttlichen Willen und die Selbsterkenntnis in Betonung der eigenen Unwürdigkeit. Da Frauen inzwischen Zugang zur akademischen Theologie haben, forschen und lehren, darf man auf künftige Ernennungen gelehrter Theologinnen - vielleicht sogar aus der Ökumene wie die große Dorothée Sölle - gespannt sein.


    Unter Verwendung von:

    • Eva Doppelbauer, Die Ernennung von Frauen zu Kirchenlehrerinnen: ihr Werk, ihr Selbstverständnis und ihre geistliche Lehre (Dissertation) 2017.
    • Volker Leppin, Hildegard von Bingen, Katharina von Siena und die weibliche Stimme in der Mystik des Mittelalters, in: Mariano Delgado & Volker Leppin (Hg.), Kirchenlehrer und Kirchenlehrerinnen - Entstehung, Wandel, Bedeutung, Stuttgart 2025, 487-501.
    • Dietmar Mieth, Marguerite Porète, die Clergesse, eine verbrannte Kirchenlehrerin?, in: Mariano Delgado & Volker Leppin (Hg.), Kirchenlehrer und Kirchenlehrerinnen - Entstehung, Wandel, Bedeutung, Stuttgart 2025, 503-524.
    • Helmut Moll, Der lange Weg zur Kirchenlehrerin, in: CIG 9/2023, 6.

     


     

    Zur Person: Mag. DDr. Ingrid FISCHER, geb. 1961, hat in Wien Psychologie und Humanbiologie studiert (Promotion 1984) und war danach in der Sozialberatung tätig. Nach mehrjähriger Kinderbetreuungszeit hat sie von 1995 - 2001 das Theologiestudium (Liturgiewissenschaft) in Wien absolviert und ihr Doktoratsstudium (Dissertation: "Die Tagzeitenliturgie an den drei Tagen vor Ostern") 2012 sub auspiciis praesidentis abgeschlossen. Seit 2001 im wissenschaftlich-pädagogischen Team der THEOLOGISCHEN KURSE, vertritt sie die Fächer Liturgiewissenschaft (Liturgik) und Kirchengeschichte und ist seit 2017 Programmleiterin der AKADEMIE am DOM. Ihr primäres Anliegen ist die für einen mündigen Glauben elementare theologische Erschließung liturgischer Ausdrucksformen in Geschichte und Gegenwart. "Überzeugt von der guten Verträglichkeit von Glaube und Erkenntnis, beschreibt das Wort ,Der Glaube verlangt nach Einsicht' (Anselm v. Canterbury) treffend mein theologisches Verständnis. Die Freude darüber, ,aus gutem Grund' zu glauben und dies auch entsprechend feiern zu dürfen, bestimmte die Wahl meines Faches (Liturgik) - eine Erfahrung, die ich im Rahmen des Theologischen Kurses gerne weitergeben möchte ..."

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