Erkennen,

was dahinter steckt.

1950 - Die Erfindung des Fernkurses

 

Ende der 40er Jahre erfuhr DDr. Margarete Schmid zufällig von der Idee eines Fernkurses. Sie beschloss, dieses Modell in ihr Bildungskonzept zu integrieren, und so begann 1950 der erste Fernkurs für alle österreichischen Diözesen. Möglich wurde er aufgrund der langjährigen Erfahrung in den Wiener THEOLOGISCHEN KURSEN, der dort bereits vorhandenen Skripten und durch den Einsatz eines engagierten Dozententeams aus ganz Österreich. 

 

Zwanzig Jahre lang – das war einzigartig im deutschsprachigen Raum – absolvierten auch zahlreiche TeilnehmerInnen aus Deutschland den Fernkurs für theologische Bildung. Um auch den FernkursteilnehmerInnen die Gelegenheit zur Erarbeitung der Inhalte unter Anleitung von Fachtheologen zu geben, wurden zwei Studienwochen eingerichtet. Wie auch in den Wiener Kursen ging es darum, zentrale und aktuelle Fragen zu behandeln sowie fragen und diskutieren zu können. Durch das gemeinsame Studieren und Beten waren die Studienwochenenden von Anfang an Orte der konkreten Erfahrbarkeit von „Kirche”. – Eine Stärkung für den Alltag, in dem der persönliche Glaube oft schwieriger Gestalt gewinnen kann.

 

„Je mehr Nichttheologen sich ein umfassendes religiöses Wissen erwerben, desto besser ist das nicht nur für den Stand des Laien und die Erfüllung seiner Missionsaufgabe, sondern auch für den Priester, den Seelsorger und das religiöse kirchliche Leben selber. Es wäre sehr kurzsichtig, darin eine Konkurrenz für den in der Seelsorge arbeitenden Priester zu sehen. Müsste nicht gerade von solchen Laien die Kritik an der Predigt, an der Beichtpraxis, am religiösen Schrifttum viel verständiger, positiver, mittragender ausfallen? Würden es nicht gerade theologisch gebildete Laien sein, die die Aktualität der Antworten auf die letzten Lebensfragen, die Grundsätze der Moraltheologie, der christlichen Lebensführung am wirksamsten bezeugen könnten?”
Dr. Franz König, der spätere Erzbischof von Wien, Die neue Lehr- und Hörgemeinde, in: Die Furche, Feb. 1951

Die Gründer:
Dr. Margarate Schmid und Prälat Dr. Karl Rudolf

Dr. Margarete Schmid und Prälat Dr. Karl Rudolf

Ein Zeitzeugnis:
Das von Nationalsozialisten beschädigte Christus Bild im Erzbischöflichen Palais in Wien

Das von Nationalsozialisten beschädigte Christus Bild im Erzbischöflichen Palais in Wien.

Begegnung:
Frau Dr. Schmid mit Kardinal König

Frau Dr. Schmid mit Kardinal König

Auch ein Lehrender bei den Kursen:
Der spätere Bischof Stecher war auch Referent der ThK

Der spätere Bischof Stecher mit Frau Dr. Schmid

Mit Weihbischof Krätzl

Frau Dr. Schmid und der Wiener Weihbischof Krätzl

Die Nachfolgerin:
Mit Frau Dr. Struppe

Frau Dr. Schmid und Frau Dr. Struppe

THEOLOGISCHE KURSE

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