Erkennen,

was dahinter steckt.

Spezialkurs Wien, April - Mai 2021
Ketzer & Häretiker
Inhalt:

Lehrverurteilung, Sprechverbot, Exkommunikation, manchmal der Tod - dieses Urteil drohte ChristInnen für ihr Festhalten an "nicht-rechtgläubigen" Überzeugungen. Solche "Häresien" (griech. Auswahl) trugen in der kirchlichen Frühzeit zur Profilierung jener "wahren Lehre" bei, die in teils heftigen theologischen (und politischen) Kontroversen erst errungen werden musste. Dabei verschwand mit jedem "ausgemerzten" Irrtum meist auch dessen Wahrheitsmoment aus dem Glaubensgut der "Sieger". Später gerieten vor allem Kritiker, Zweifler, Skeptiker und Reformer leicht unter Häresie-Verdacht, wenn sie die herrschende Ordnung in Frage stellten.
Der Spezialkurs würdigt die legitimen Anliegen verketzerter Theologen und befasst sich mit deren Wirkungsgeschichte und Relevanz für heute.

Themen:
Häresie und Orthodoxie in der Theologiegeschichte - Markion und die Einheit der Heiligen Schrift - Arius und die Gottheit des Sohnes - Origenes: missverstandenes Genie - Katharer und die christliche Lebensführung - Pelagius: der Kampf um die Freiheit des Menschen - Jan Hus: Vordenker der Reformation - Eugen Drewermann: Tiefenpsychologie versus Theologie?

Referierende:
Ass.-Prof. Mag. Dr. Johannes Giessauf, MAS
Universität Graz » zur Person
em. Univ.-Prof. Dr. Gisbert Greshake
Wien/Freiburg » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Uta Heil
Universität Wien » zur Person
Prof. Mag. Dr. Andreas Heller, M.A.
Karl-Franzens-Universität Graz » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger
Universität Wien » zur Person
Mag. Dr. Christina Traxler
Institut für Historische Theologie - Kirchengeschichte » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Jan-Heiner Tück
Universität Wien » zur Person
em. Univ.-Prof. Dr. Josef Weismayer
Universität Wien » zur Person
Termine:
Montag, 12. April 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Montag, 19. April 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Montag, 26. April 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Montag, 03. Mai 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Montag, 10. Mai 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Montag, 17. Mai 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Donnerstag, 27. Mai 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Montag, 31. Mai 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Ort:
THEOLOGISCHE KURSE
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
145,- / 130,- für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE (inklusive Unterlagen)
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis 15.03.2021 an!
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Mag. Susanne Fischer berät Sie gerne persönlich: 01 51552-3708
Kurskonzept:
Dipl.-Theol. Dr. Piotr KUBASIAK, Mag. Erhard LESACHER

 

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Johannes Giessauf, MAS » zur Person
Ass.-Prof. Mag. Dr. Johannes Giessauf, MAS
Universität Graz
zur Person

Johannes GIESSAUF, promovierter Historiker, ist Assistenzprofessor am Institut für Geschichte der Universität Graz und gehört seit 2006 der Historischen Landeskommission für die Steiermark an. In seiner Tätigkeit in Forschung und Lehre ist ihm die Erschließung vermeintlich "trockener" historischer Daten und Fakten als ebenso spannend wie unterhaltsam wichtig. In seinen Vorträgen und Publikationen befasst er sich u. a. mit Kulturkontakten zwischen Asien und Europa im Mittelalter durch nomadische Reitervölker und die Kreuzritter, aber auch mit speziellen Phänomenen wie Ekstase und Rausch, Kannibalismus oder der Rolle der Frau im Bett mit der Macht.

Gisbert Greshake » zur Person
em. Univ.-Prof. Dr. Gisbert Greshake
Wien/Freiburg
zur Person

Gisbert GRESHAKE war von 1974 bis 1985 Professor für Dogmatik an der Universität Wien und anschließend bis 1999 an der Universität Freiburg im Breisgau sowie von 1998 bis 2006 ständiger Gastprofessor an der Gregoriana in Rom. Die Schwerpunkte seines theologischen Forschens und Lehrens sind Eschatologie, Gnadenlehre und Trinitätslehre (Communio-Theologie).
Literatur von Gisbert Greshake:
- Leben - stärker als der Tod. Von der christlichen Hoffnung, Freiburg 2016.
- Warum lässt uns Gottes Liebe leiden? Freiburg 2017
- Hinführung zum Glauben an den drei-einen Gott, Freiburg 2008.

Uta Heil » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Uta Heil
Universität Wien
zur Person

Uta HEIL hat Evangelische Theologie in Bielefeld und Bonn studiert und sich nach ihrer Promotion (Universität Erlangen) 2009 habilitiert. Nach einigen Jahren im Grazer Schuldienst und als wissenschaftliche Mitarbeiterin hatte sie bis 2013 mehrere Lehrstuhlvertretungen und Gastprofessuren im deutschsprachigen Raum inne. Dem (nicht angenommenen) Ruf auf die Professur für Kirchengeschichte I (Ältere Kirchengeschichte) an der Universität München folgte der Ruf nach Wien, wo Uta Heil seit 2015 als Universitätsprofessorin an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien tätig ist. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Spätantike: Dazu gehören die frühchristlichen apologetischen Schriften, der "arianische" Streit um die Trinitätstheologie, das Christentum und die Schriftauslegung in der alten Kirche sowie das Christentum zur Zeit der Völkerwanderung.
Literatur zum Thema: Die "Völkerwanderung" und die Gegenwart, in: Berliner Theologische Zeitschrift 33, 2016, Seite 219-245.

Andreas Heller, M.A. » zur Person
Prof. Mag. Dr. Andreas Heller, M.A.
Karl-Franzens-Universität Graz
zur Person

Prof. Mag. Dr. Andreas HELLER M.A. ist Professor an der Katholisch- Theologischen Fakultät der Universität Graz, habilitiert in Pastoraltheologie an der Universität Wien, hat er seit 2007 den ersten Lehrstuhl für Palliative Care und Organisationsethik in Europa inne. Ihn beschäftigt in Forschung, Lehre und Beratung u. a die Frage wie postmoderne Gesellschaften ein gutes Leben und Sterben für alle ermöglichen können, in relationaler Selbstbestimmung und in Verbundenheit miteinander. In seinem Arbeiten ist er seit 40 Jahren angeregt von dem interdisziplinären Lebenswerk Eugen Drewermanns.
Bücher, u.a.:
Andreas Heller, Wenn nichts mehr zu machen ist, ist noch viel zu tun. Wie alte Menschen würdig sterben können. Freiburg im Breisgau 3. Aufl. 2007
Andreas Heller/ Reimer Gronemeyer, In Ruhe sterben. Was wir uns wünschen und was die moderne Medizin nicht leisten kann. München 3. Aufl. 2018.
Birgit Heller, Andreas Heller, Spiritualität und Spiritual Care. Orientierungen und Impulse, Bern 2. erg. u. erw. Aufl. 2018.

Ludger Schwienhorst-Schönberger » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Ludger Schwienhorst-Schönberger
Universität Wien
zur Person

Ludger SCHWIENHORST-SCHÖNBERGER ist Professor für Altes Testament und Vorstand des Instituts für Bibelwissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Alttestamentliche Rechts- und Weisheitsliteratur, Biblische Theologie und Hermeneutik, Geschichte der Schriftauslegung, Exegese und Spiritualität, Exegese und Philosophie.
Buch zum Thema: L. Schwienhorst-Schönberger, Ein Weg durch das Leid. Das Buch Ijob, Freiburg 2016.

Christina Traxler » zur Person
Mag. Dr. Christina Traxler
Institut für Historische Theologie - Kirchengeschichte
zur Person

Christina TRAXLER wurde an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien promoviert und arbeitet als Mitarbeiterin am dortigen Institut für Historische Theologie (Kirchengeschichte). Ihre Dissertation verfasste sie zu den anti-hussitischen Bemühungen der Wiener Universität im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der (Anti-)Hussitismusforschung, der Wiener Universitätsgeschichte, der Konzilien von Konstanz (1414-1418) und Basel (1431-1449) sowie der theologischen Streitgespräche im Mittelalter und in der frühen Neuzeit.

Jan-Heiner Tück » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Jan-Heiner Tück
Universität Wien
zur Person

Jan-Heiner TÜCK ist seit 2010 Professor für dogmatische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien; zuvor lehrte er an den Universitäten Luzern, Osnabrück und Freiburg/Breisgau. Er ist Schriftleiter der Internationalen katholischen Zeitschrift COMMUNIO und Mitarbeiter der Neuen Zürcher Zeitung. Sein wissenschaftliches Interesse gilt u. a. dem Dialog von Theologie und Dichtung sowie der theologisch-philosophischen Sondierung religiöser Thematiken in der Gegenwartsliteratur.
Zum Thema:
J.-H. Tück, Gottes Augapfel: Bruchstücke zu einer Theologie nach Auschwitz, Freiburg/Breisgau 2. Aufl. 2016.

Josef Weismayer » zur Person
em. Univ.-Prof. Dr. Josef Weismayer
Universität Wien
zur Person

Josef WEISMAYER war Professor für Dogmatische Theologie und Theologie der Spiritualität an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seit 1967 unterrichtet er diese beiden Fächer auch bei den THEOLOGISCHEN KURSEN. Die Vermittlung der Eckpunkte konziliarer Theologie sowie die Erschließung der Konzilsdokumente gehören zu seinen wichtigsten Anliegen.

 

»Neue Form der Liturgie ist Ausdruck eines neuen Kirchenverständnisses« (Lehrenden-Interview)

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