Erkennen,

was dahinter steckt.

Spezialkurs Wien, Jänner 2021
Geschichte der Juden in Österreich
Inhalt:

Die Geschichte des jüdischen Volkes ist in Österreich (wie weltweit) von Höhen und Tiefen gezeichnet: Sie wurde erlebt und erlitten in Ansiedlung, Blüte und Vertreibung, als Fremde und Heimat, geprägt von Assimilation und Abgrenzung, wechselhaft in der Konkurrenz, in Kontakten und Konflikten im wirtschaftlichen und sozialen Zusammenleben mit ihren christlichen Herrschern und Mitbürgern. Die historischen Amplituden erreichten Höhepunkte der Anerkennung, Gleichberechtigung und Emanzipation - und stürzten in die Tiefen des Antisemitismus bis hin zur versuchten Auslöschung in der Shoa. Wie konnte danach ein Neubeginn aussehen?
Der Kurs zieht anhand zahlreicher exemplarischer Zeugnisse jüdischen Lebens große Linien der Geschichte der Juden in Österreich vom Frühmittelalter bis heute.


FREITAG, 15. JÄNNER 2021, 16.00 - 20.30 Uhr

16.00 - 18.00 Uhr
Materielle Zeugen des jüdischen Mittelalters in Österreich
PD Dr. Martha KEIL, Institut für jüdische Geschichte Österreichs
Dieser Vortrag ist im Rahmen der AKADEMIE am DOM auch öffentlich ausgeschrieben.

18.30 - 20.30 Uhr
Jüdische Familie im Mittelalter: Geschlechterrollen und Übergangsrituale
PD Dr. Martha KEIL, Institut für jüdische Geschichte Österreichs


SAMSTAG, 16. JÄNNER 2021, 9.00 - 16.00 Uhr

9.00 - 10.30 Uhr
Von der Ansiedlung bis zur Vertreibung im 15. Jh.
PD Dr. Eveline BRUGGER MAS, Institut für jüdische Geschichte Österreichs

10.45 - 12.15 Uhr
Jüdisches Wirtschaftsleben in christlicher Gesellschaft
PD Dr. Eveline BRUGGER MAS, Institut für jüdische Geschichte Österreichs

13.30 -16.00 Uhr
Kontakte und Konflikte
apl. Prof. Dr. Louise HECHT, Universität Salzburg/ Universität Potsdam
Yuval KATZ-WILFING BSc M. A., Universität Wien


FREITAG, 22. JÄNNER 2021, 16.00 - 20.30 Uhr

16.00 - 18.00 Uhr
Jüdische Aufklärung (Haskala), Erziehung und Bildung
apl. Prof. Dr. Louise HECHT, Universität Salzburg/ Universität Potsdam

18.30 - 20.30 Uhr
Auf dem Weg zur Gleichberechtigung: Toleranz & Emanzipation im Habsburgerreich
apl. Prof. Dr. Louise HECHT, Universität Salzburg/ Universität Potsdam


SAMSTAG, 23. JÄNNER 2021, 9.00 - 16.00 Uhr

9.00 - 10.30 Uhr
Assimilation und Antisemitismus
ao. Univ.-Prof. Dr. Albert LICHTBLAU, Zentrum für jüdische Kulturgeschichte/Universität Salzburg

10.45 - 12.15 Uhr
"Judenfreie Ostmark"
ao. Univ.-Prof. Dr. Albert LICHTBLAU, Zentrum für jüdische Kulturgeschichte/Universität Salzburg

13.30 -16.00 Uhr
Zusammenleben unter dem Vorzeichen der österreichischen Opferthese & Neubeginn
ao. Univ.-Prof. Dr. Albert LICHTBLAU, Zentrum für jüdische Kulturgeschichte/Universität Salzburg

Referierende:
Dr. Eveline Brugger MAS
Institut für jüdische Geschichte Österreichs » zur Person
Dr. Louise Hecht
Universität Salzburg, Universität Potsdam » zur Person
Yuval Katz-Wilfing BSc, MA
Christlich-jüdischer Koordinierungsausschuss » zur Person
Dr. Martha Keil
Institut für Jüdische Geschichte Österreichs » zur Person
ao. Univ.-Prof. Dr. Albert Lichtblau
Zentrum für jüdische Geschichte, Universität Salzburg » zur Person
Termine:
Freitag, 15. Januar 2021, 16.00 - 20.30 Uhr
Samstag, 16. Januar 2021, 09.00 - 16.00 Uhr
Freitag, 22. Januar 2021, 16.00 - 20.30 Uhr
Samstag, 23. Januar 2021, 09.00 - 16.00 Uhr
Ort:
THEOLOGISCHE KURSE
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
145,- / 130,- für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE (inklusive Buch)
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis 18.12.2020 an!
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Mag. Susanne Fischer berät Sie gerne persönlich: 01 51552-3708
Kurskonzept:
Mag. DDr. Ingrid FISCHER

 

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Eveline Brugger MAS » zur Person
Dr. Eveline Brugger MAS
Institut für jüdische Geschichte Österreichs
zur Person

Eveline BRUGGER, Historikerin mit Habilitation für mittelalterliche Geschichte an der Universität Graz, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für jüdische Geschichte Österreichs (St. Pölten) und Lehrbeauftragte an den Universitäten Wien und Salzburg. Ihre Forschungsinteressen gelten den Quellen zur Geschichte der Juden im Mittelalter, der mittelalterlichen Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie den historischen Hilfswissenschaften.
Ihre wichtigste Publikation (gemeinsam mit Birgit Wiedl) ist die Reihe "Regesten zur Geschichte der Juden in Österreich im Mittelalter" (bisher 4 Bände erschienen).

Louise Hecht » zur Person
Dr. Louise Hecht
Universität Salzburg, Universität Potsdam
zur Person

Louise HECHT hat Judaistik, Hispanistik und Germanistik an der Universität Wien studiert. Promoviert in Jüdischer Geschichte an der Hebrew University, Jerusalem, lehrte sie anschließend an verschiedenen Universitäten in Israel, Österreich, Tschechien und Deutschland. Mehr als zehn Jahre hat sich Louise Hecht am Kurt-und-Ursula-Schubert Center for Jewish Studies in Olomouc/Olmütz intensiv mit der jüdischen Aufklärung (Haskala) des 18./19. Jahrhunderts befasst und setzte ab 2016 ihre Forschungen am Institut für jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam im Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft: "Haskala im Dialog" fort. Seit 2017 (Habilitation 2019) lehrt Louise Hecht an der Universität Salzburg.

Yuval Katz-Wilfing BSc, MA » zur Person
Yuval Katz-Wilfing BSc, MA
Christlich-jüdischer Koordinierungsausschuss
zur Person

Yuval KATZ-WILFING wurde in Israel geboren und wuchs in Israel und Oklahoma, USA auf. Nach dem Studium der Informatik arbeitete er als Chip-Designer und Projektmanager. Seit 2008 lebt er in Wien. 2001 schloss er das Studium der Religionswissenschaft in Wien und Jerusalem mit einem Master ab. Derzeit arbeitet er an seiner Dissertation über Seele und Konversion in der jüdischen Theologie und Gesetzgebung am Institut für Judaistik der Universität Wien. Yuval Katz ist in der liberalen jüdischen Gemeinde Wien als Vorbeter, Talmudlehrer und Vorstandsmitglied tätig. Außerdem engagiert er sich als Mitorganisator und Vortragender über jüdische Themen im interreligiösen Dialog.

Martha Keil » zur Person
Dr. Martha Keil
Institut für Jüdische Geschichte Österreichs
zur Person

Martha KEIL ist Historikerin und Judaistin, Senior Scientist am Institut für österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien und leitet das Institut für Jüdische Geschichte Österreichs (St. Pölten). Ihre Forschungsschwerpunkte sind: jüdische Alltags- und Kulturgeschichte sowie Frauengeschichte und Gender Studies in der Vormoderne, jüdische Geschichte Österreichs; Ausstellungen sowie Vermittlungs- und Gedenkprojekte in der Ehemaligen Synagoge St. Pölten.

Albert Lichtblau » zur Person
ao. Univ.-Prof. Dr. Albert Lichtblau
Zentrum für jüdische Geschichte, Universität Salzburg
zur Person

Albert LICHTBLAU studierte an der Universität Wien Geschichte und Politikwissenschaft (Promotion 1980) und habilitierte sich an der Universität Salzburg. Von 1987 bis 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU-Berlin, danach am Institut für Geschichte der Juden in Österreich, war Albert Lichtblau bis 2019 ao. Univ.-Professor am Fachbereich für Geschichte und stellvertretender Leiter des Zentrums für jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg sowie am Buchprojekt Geschichte der Juden in Österreich beteiligt und Initiator des Salzburger Unifernsehens http://www.unitv.org/. Er forscht und publiziert zu: Migration, Nationalsozialismus, Rassismus, Erinnerungspolitik, Oral History und Audiovisueller Geschichte.

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