Erkennen,

was dahinter steckt.

Vortrag - Im Brennpunkt
Die Verschiebung der Grenzen des Sagbaren
Wednesday, 23. October 2019, 18:30 - 20:30 Uhr
Mittwoch, 23. Oktober 2019, 18.30 - 20.30 Uhr
Univ.-Prof. i. R. Dr. Ruth Wodak
Universität Wien / Lancaster University » zur Person

Enttabuisierung tradierter Tabus und Überschreitung bisher eingehaltener Regeln und Konventionen kennzeichnen neuerdings die politische Kommunikation in Österreich und darüber hinaus. Donald Trump und Konsorten versuchen gezielt, die Grenzen des Denk- und Sagbaren und sogar politische Forderungen über das demokratische Spielfeld hinaus zu erweitern. Einige solcher Äußerungen sind auch im rechtlichen Sinne volksverhetzend; werden sie angezeigt, folgt in der Regel eine taktische Abschwächung oder ein Dementi. Der Nachhall des Gesagten aber bleibt im Raum und damit auch das eigentlich Gemeinte. Mehr noch: Die Abschwächung signalisiert, dass demokratische Grundregeln nicht wirklich ernstgenommen werden müssen - wodurch letztlich ihre verbindliche Geltung infrage gestellt wird.

Ort:
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
15,- / 12,- für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE
Anmeldung erbeten bis:
16.10.2019 (begrenzte Teilnehmerzahl)

Video zum Thema:

 

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Ruth Wodak » zur Person
Univ.-Prof. i. R. Dr. Ruth Wodak
Universität Wien / Lancaster University
zur Person

Ruth WODAK ist österreichische Sprachwissenschaftlerin und Professorin für Sprachwissenschaften der Universität Wien (1991-2014) sowie Emerita der Lancaster University (2004-2014). Als Diskursforscherin und Sprachsoziologin forscht und publiziert sie zu kritischer Diskursforschung, Sprache und Politik (Populismusforschung), Identitäts- und Vergangenheitspolitik, Gender Studies, Migrationsforschung und linguistischer Vorurteilsforschung zu Rassismus und Antisemitismus. Die mehrfach ausgezeichnete Trägerin u. a. des hochdotierten Wittgensteinpreises für Elite-WissenschaftlerInnen (1996) hatte zahlreiche internationale Gastprofessuren inne und leitete europäische wie österreichische Forschungsprojekte, darunter den Wittgenstein Forschungsschwerpunkt "Diskurs, Politik, Identität" (1997-2003). Ruth Wodak befasst sich u. a. mit den komplexen Dimensionen des Rechtspopulismus, mit Argumentation und Ausgrenzungsrhetorik populistischer Politiker in Europa und den USA und mit den Abhängigkeiten zwischen Politik und Medien. 2011 wurde ihr das Große Silberne Ehrenkreuz für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Literatur (in Auswahl): - R. Wodak, Politik mit der Angst. Zur Wirkung rechtspopulistischer Diskurse. Wien/Hamburg 2016. (2017 als Wissenschaftsbuch des Jahres in der Sparte Sozialwissenschaften ausgezeichnet). - R. Wodak & P. Bevelander (Hgg), Europe at the Crossroads. Confronting Populist, Nationalist and Global Challenges, Lund 2019.

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