Erkennen,

was dahinter steckt.

Spezialkurs Wien, Februar - März 2021
Das Opfer
Zur Ambivalenz einer religiösen Kategorie
Inhalt:

Das Opfer: ein elementares, doch schwer verständliches, oft gar als anstößig empfundenes Phänomen in Religion und Kultur. Zwar will das Christentum heidnische Opferkulte definitiv überwunden haben; doch blieb die Kategorie "Opfer" in Theologie und Praxis ambivalent. Die "Revolution des geistigen Opfers" (A. Angenendt) als Einsatz/Selbsthingabe für andere setzte sich nur ansatzweise durch.
Schon außerchristlich ist "Opfer" nicht zwangsläufig reines "do ut des / Ich gebe, damit du gibst", sondern Ausdruck von Dank an Gott. Noch weniger sind "Kreuzesopfer" und "Messopfer" als menschliche Leistungen zur "Umstimmung" Gottes zu verstehen. Neben christlich-religiösen Opferkonzepten kommen in gegenwärtigen Diskursen auch Menschen als "Opfer" in den Blick.
Dieser Spezialkurs erschließt ein theologisch und spirituell angemessenes Verständnis des Phänomens "Opfer".

Themen:
Fordert Gott Opfer? Altes Testament, Buch Levitikus - Die Opferkritik der Propheten und die Transformation des Opfers - Der Opfertod Jesu - Gerechtigkeit für die Opfer - Opfer des Lobes, Messopfer, Erinnerung der Opfer - Opfer in den Religionen - Opferkonzepte in der christlichen Tradition: lebenseinschränkend oder -fördernd? - Gesellschaftliche Opferdiskurse zwischen Macht und Ohnmacht

Referierende:
MMag. Stefan Gugerel
Institut für Religion und Frieden, Wien » zur Person
Prof. Dr. Thomas Hieke
Johannes Gutenberg-Universität Mainz » zur Person
ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Hans Gerald Hödl
Universität Wien » zur Person
Mag. Erhard Lesacher
Leiter THEOLOGISCHE KURSE » zur Person
Dr. Karin Peter
Universität Wien » zur Person
Dr. Christian Wlaschütz
Politologe und Mediator, Wien » zur Person
Termine:
Freitag, 19. Februar 2021, 16.00 - 20.30 Uhr
Samstag, 20. Februar 2021, 09.00 - 16.00 Uhr
Freitag, 05. März 2021, 16.00 - 20.30 Uhr
Samstag, 06. März 2021, 09.00 - 16.00 Uhr
Ort:
THEOLOGISCHE KURSE
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
145,- / 130,- für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE (inklusive Unterlagen)
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis 15.01.2021 an!
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Mag. Susanne Fischer berät Sie gerne persönlich: 01 51552-3708
Kurskonzept:
Mag. Erhard LESACHER

 

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Stefan Gugerel » zur Person
MMag. Stefan Gugerel
Institut für Religion und Frieden, Wien
zur Person

Stefan GUGEREL hat in St. Pölten, Linz und Wien Theologie, Religionspädagogik und Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Liturgiewissenschaft studiert und war bis 2003 Chorherr des Stiftes Herzogenburg. 2005 zum Militärpfarrer ordiniert, leitet er heute das Institut für Religion und Frieden der katholischen Militärseelsorge Österreichs und ist Militärseelsorger für die Ausbildungsstätten Enns und Wiener Neustadt.

Thomas Hieke » zur Person
Prof. Dr. Thomas Hieke
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
zur Person

Der habilitierte Bibliker Thomas HIEKE hat in Bamberg studiert und ist seit 2007 Professor für Altes Testament an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Unter zahlreichen Publikationen hat er den im deutschen Sprachraum maßgeblichen "Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament: Levitikus" verfasst und forscht für das Projekt Zürcher Bibelkommentare zu den Chronik-Büchern; weitere Interessen gelten u. a. den Themen Kult und Ethos/Ethik im Alten Testament sowie Ehe und Familie, Eschatologie, Tod und Sterben. Thomas Hieke ist zudem in der Erwachsenenbildung im Bereich Biblische Theologie mit Vorträgen und Studientagen überaus tätig.
Buch zum Thema: Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament: Levitikus (2 Bände.), Freiburg u. a. 2014.

Hans Gerald Hödl » zur Person
ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Hans Gerald Hödl
Universität Wien
zur Person

Hans Gerald HÖDL, Philosoph und Theologe, habilitiert am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, unterrichtet am Institut für Religionswissenschaft der Universität Wien. Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre sind Ritualtheorien, Religionsästhetik, Westafrikanische und Afroamerikanische Religionen und Religionsphilosophie.

Erhard Lesacher » zur Person
Mag. Erhard Lesacher
Leiter THEOLOGISCHE KURSE
zur Person

Erhard LESACHER studierte Katholische Fachtheologie in Wien. Nach mehrjähriger Assistententätigkeit am Institut für Dogmatische Theologie an der Universität Wien wurde er 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter und 2001 Leiter der THEOLOGISCHEN KURSE (Wiener Theologische Kurse und Institut Fernkurs für theologische Bildung). In seinem Fach "Dogmatik" geht es ihm darum, die großen Themen des Glaubens wie "Gott", "Erlösung", "Vollendung" lebensrelevant und in heutiger Sprache zu erschließen.

 

Kontakt:
+43 1 51552-3700
erhard.lesacher@theologischekurse.at

Karin Peter » zur Person
Dr. Karin Peter
Universität Wien
zur Person

Karin PETER studierte Theologie an der Universität Innsbruck und beschäftigte sich bereits in ihrer Diplomarbeit mit der Spannung "Freiwilliger Verzicht und Opfer". Nach ihrer Dissertation zu "Apokalyptischen Schrifttexte" unterrichtete sie u. a. an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule - Edith Stein. Von 2014 bis 2019 forschte und lehrte sie als Universitätsassistentin post doc am Institut für Praktische Theologie der Universität Wien (Fachbereich Religionspädagogik und Katechetik). Seit 2019 ist Dr. Peter Projektleiterin des Elise Richter-Projekts "Religionspädagogische Analysen zur Opferthematik" des FWF, das sich schwerpunktmäßig mit Opfernarrativen von jungen Erwachsenen auseinandersetzt.

Christian Wlaschütz » zur Person
Dr. Christian Wlaschütz
Politologe und Mediator, Wien
zur Person

Christian WLASCHÜTZ ist Politikwissenschaftler und Organisationsberater. Er studierte an der Universität Wien Politikwissenschaft und schrieb seine Dissertation über das spannungsvolle Verhältnis zwischen Vergangenheitsaufarbeitung und Versöhnung. In den USA studierte er "International Relations" an der Syracuse University/New York.
2006 begann Wlaschütz seine Tätigkeit in Konfliktgebieten Kolumbiens, wo er mit Konfliktanalyse sowie Projektberatung und -leitung in den Bereichen Versöhnung, "Transitional Justice" und Wiedereingliederung von KombattantInnen beschäftigt war. Seit seiner Rückkehr 2018 nach Wien arbeitet er selbständig als Organisationsberater und in der Ordensentwicklung. Dabei unterstützt er Organisationen/Orden als Mediator bei der Bewältigung von Konflikten, begleitet Entwicklungsprozesse und berät bei interkulturellen Fragestellungen. Christian Wlaschütz unterrichtet Politikwissenschaft und Konfliktmanagement an mehreren Universitäten und Bildungseinrichtungen.

THEOLOGISCHE KURSE

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