Erkennen,

was dahinter steckt.

Spezialkurs Matrei am Brenner, April 2022
Bibel.Bild.Kunst
Vielfältige Rezeption - unbekannte Traditionen - verborgene Botschaften
Inhalt:

Von jeher ist die bildende Kunst auch eine Form der Bibelauslegung gewesen. Klassische Gemälde biblischer Szenen sind aber nie bloße Abbildungen, sondern interpretieren auf ihre Weise die Aussagen der Texte. Der Spezialkurs erschließt die Wechselwirkung von biblischen und außerbiblischen Faktoren in der Malerei. Ausgehend von der grundlegenden Frage, ob das Göttliche überhaupt darstellbar ist (biblisches Bilderverbot, byzantinischer Bilderstreit) und einem kultur- und kunstgeschichtlichen Durchgang von den Ikonen bis zur gegenstandslosen Kunst, zeigt dieser Spezialkurs die Wirkmacht der Bilder in der Bibelauslegung, insbesondere den Einfluss apokrypher Traditionen. Gleichzeitig werden biblische Personen und Motive durch die Kunst transformiert: So enthält das Libretto von Händels "Messias" eine eigene Theologie der Person Jesu und die biblische Judit entwickelt sich im 19. Jahrhundert zur Femme fatale.
Durch die theologische Erschließung erfahren Sie ungeahnte Hintergründe der biblischen Darstellungen. Nach diesem Spezialkurs werden Sie viele Kunstwerke mit neuen Augen sehen.

Freitag, 1. April 2022, 15.30 - 21.00 Uhr

15.30 - 18.00 Uhr
Der Streit um die Darstellung des Göttlichen
Referent: Dr. Bernard BRAUN

19.30 - 21.00 Uhr
Von der Ikone bis zur gegenstandslosen Kunst I
Ein kultur- und kunstgeschichtlicher Durchgang
Referent: Dr. Bernard BRAUN

Samstag, 2. April 2022, 9.00 - 21.00 Uhr, 14.00 - 18.00 & 19.30 - 21.00 Uhr

9.00 - 10.30 Uhr
Von der Ikone bis zur gegenstandslosen Kunst II
Referent: Dr. Bernard BRAUN

11.00 - 12.30 Uhr
Von der Ikone bis zur gegenstandslosen Kunst III
Referent: Dr. Bernard BRAUN

14.00-18.00 Uhr
Perspektiven und Projektionen - Die Wirkmächtigkeit der Bilder am Beispiel Judit
Referentin: Dr. Elisabeth BIRNBAUM

19.30-21.00 Uhr
Das Bild Jesu im Messias von Georg Friedrich Händel
Referentin: Dr. Elisabeth BIRNBAUM

Sonntag, 3. April 2022, 9.00 - 12.00 Uhr

9.00 - 12.00 Uhr
Bilder eines Königs: Salomo zwischen Bibel, Apokryphen und parabiblischen Traditionen
Referentin: Dr. Elisabeth BIRNBAUM







Referierende:
Dr. Elisabeth Birnbaum
Österreichisches Katholisches Bibelwerk » zur Person
Ass.-Prof. Dr. Bernhard Braun
Universität Innsbruck » zur Person
Termine:
Freitag, 01. April 2022, 15.30 - 21.00 Uhr
Samstag, 02. April 2022, 09.00 - 21.00 Uhr
Sonntag, 03. April 2022, 09.00 - 12.00 Uhr
Ort:
Bildungshaus St. Michael
6143 Matrei am Brenner, Schöfens 12/Pfons
Beitrag:
125,- / 112,- für FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE (inklusive Unterlagen, exkl. Aufenthaltskosten)
Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis 04.03.2022 an!
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Sabine Scherbl berät Sie gerne persönlich: 01 51552-3703
Kurskonzept:
Dr. Elisabeth BIRNBAUM, Mag. Erhard LESACHER
Mitveranstalter:
Bildungshaus St. Michael, Matrei am Brenner

 

Anmeldung
Persönliche Daten
Anmerkungen
AGB: Mit dieser Anmeldung erkläre ich mich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der THEOLOGISCHEN KURSE einverstanden.
Elisabeth Birnbaum » zur Person
Dr. Elisabeth Birnbaum
Österreichisches Katholisches Bibelwerk
zur Person

Elisabeth BIRNBAUM, nach ihrem Gesangstudium zunächst als freiberufliche Sängerin und Autorin tätig, studierte von 1999 bis 2004 in Wien Theologie und war anschließend bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am dortigen Institut für Bibelwissenschaft/Altes Testament. Auf eine Lehrstuhlvertretung in Dresden folgten ab 2013 die Teilnahme an einem Projekt des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung zur Gestalt des Salomo an der Katholischen Privatuniversität Linz und im September 2017 die Bestellung zur Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerkes. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören biblische Rezeptionsfragen, die Bücher Kohelet, Hohelied, Judit und Salomo.

»Reiseführerin durch die Bibel«

Lehrendeninterview

Bernhard Braun » zur Person
Ass.-Prof. Dr. Bernhard Braun
Universität Innsbruck
zur Person

Bernhard BRAUN hat zunächst Chemie, danach Philosophie in Innsbruck und Salzburg studiert. Nach Jahren als Lehrbeauftragter (von 1985 bis 1997) an der Universität Salzburg lehrt Bernhard Braun heute am Institut für Christliche Philosophie der Universität Innsbruck. Seine Arbeitsgebiete sind Philosophiegeschichte und Metaphysik, zudem Religionsphilosophie, politische Philosophie, Ästhetik, Kunst- und Kulturphilosophie.
Buch zum Thema:
Bernhard Braun, Kunstphilosophie und Ästhetik. Bildende Kunst und Architektur von der Urgeschichte bis heute, 4 Bände, ca. 2.000 Seiten, Darmstadt 2019

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