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HYBRID (wahlweise in Präsenz oder online): Symposium - Was kommt. Jetzt.
Beihilfe zum Suizid
Ethische Rückfragen zum Erkenntnis des österreichischen Verfassungsgerichtshofs
Wednesday, 29. September 2021, 18:30 - 20:30 Uhr
Mittwoch, 29. September 2021, 18.30 - 20.30 Uhr
Mag. Anatol Paller
Generalsekretariat der Österreichische Bischofskonferenz » zur Person
DDr. Peter Schipka
Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Angelika Walser
Universität Salzburg » zur Person

Seit Dezember 2020 läuft die Jahresfrist, um die Rahmenbedingungen für die nunmehr auch in Österreich erlaubte Beihilfe zum Suizid in Gesetzesform zu bringen. Viele neue Fragen kommen damit auf die ganze Gesellschaft zu. Eine offene und sachliche Diskussion - nicht zuletzt um die gemeinsame Verantwortung - tut Not.
Wie etwa kann der Wille zum Leben als Voraussetzung für Freiheit und Selbstbestimmung gesellschaftlich solidarisch gesichert werden? Wie sind Betroffene vor Druck zu schützen und gleichzeitig ihr Gewissen zu respektieren? Wie genau könnten die christlichen Kirchen nun ihre Aufgaben in Zuwendung erfüllen, ohne einfach nur Absagen zu erteilen?
Begriffsklärungen, die Unterscheidung von Abwehr und Anspruch, Recht und Pflicht, Unterlassen und Tun, die Entwirrung der Argumente sowie Zukunftsperspektiven stehen im Fokus.

Peter Schipka
Wie wollen wir / sollen wir sterben? Implizite ethische Vorannahmen in der Entscheidung des VGH
Der Suizid ist nicht sittlich neutral. Er gilt in der Gesellschaft und im Recht als unerwünscht, als Scheitern. Dass der Verfassungsgerichtshof dennoch ein Recht auf erlaubte Inanspruchnahme von Hilfeleistung Dritter beim Suizid bejaht, hat das nicht im Blick.

Anatol Paller
Eine rechtliche Analyse zur Strafbarkeit der Beihilfe zum Suizid
Das Urteil des Verfassungsgerichtshofs zur Mitwirkung am Suizid nach § 78 Strafgesetzbuch (VfGH G 139/2019) lässt wichtige (verfassungs-)rechtliche Überlegungen außer Betracht.

Angelika Walser
Wer ist schon "selbstbestimmt"? Über Anspruch und Grenzen eines modernen Paradigmas
Niemand möchte, dass die Liberalisierung des assistierten Suizids zu verstärktem sozialen Druck auf leidende Menschen führt. Der Arm des Gesetzgebers hat jedoch nur begrenzte Reichweite.

Ort:
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
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Anmeldung erbeten bis:
22.09.2021 (begrenzte Teilnehmerzahl)

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Anatol Paller » zur Person
Mag. Anatol Paller
Generalsekretariat der Österreichische Bischofskonferenz
zur Person

Anatol PALLER hat Rechtswissenschaften an der Universität Wien studiert und ist nach Gerichtspraxis in Wien und Niederösterreich seit 2019 stv. Rechtsreferent der Österreichischen Bischofskonferenz. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich der Grund- und Menschenrechte.

Peter Schipka » zur Person
DDr. Peter Schipka
Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz
zur Person

Peter SCHIPKA hat Rechtswissenschaften in Wien studiert (Promotion 1997) und war von 1992 bis 1995 Assistent am Institut für Strafrecht und Kriminologie. Anschließend studierte er - ebenfalls in Wien - Katholische Theologie und war von 2000 bis 2002 Assistent am Institut für Sozialethik der theologischen Fakultät Wien. 2002 ordiniert, folgten zwei Jahre als Kaplan und Religionslehrer in Mödling, bevor Peter Schipka das Doktoratsstudium an der Universität Regensburg - von 2007 bis 2010 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Lehrstuhl - absolvierte (Promotion 2014 in Graz). Seit 2010 ist Peter Schipka Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz und führt u. a. den Vorsitz im Bereich "Kirche und Staat" .
Für die Beantwortung der Frage nach der rechtlichen Zulässigkeit der Mitwirkung am Suizid gemäß dem VfGH-Erkenntnis aus 2020 sei die Frage zu klären, ob die Selbsttötung als "ethisch neutral" anzusehen ist oder nicht.

»Kritischen Anfragen gegenüber auskunftsfähig werden.«

Lehrendeninterview

Angelika Walser » zur Person
Univ.-Prof. Dr. Angelika Walser
Universität Salzburg
zur Person

Angelika WALSER ist Germanistin und habilitierte Moraltheologin. Nach Jahren im Schuldienst, als wissenschaftliche Assistentin bei den THEOLOGISCHEN KURSEN, sodann an den Universitäten Wien und Innsbruck sowie zuletzt als Dozentin an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, ist Angelika Walser seit 2015 Professorin für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg.

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