Erkennen,

was dahinter steckt.

1965 - Aufbruch der Kirche als Herausforderung für die Kurse

 

Das Zweite Vatikanische Konzil und der damit einsetzende Wandel in Theologie und Kirche erforderten eine Gesamterneuerung des Kurses. Ein Dozententeam aus freien Mitarbeitern überarbeiteten neben dem laufenden Kursbetrieb fast alle Skripten, um mit den Konzilsergebnissen Schritt zu halten. Kein leichtes Unterfangen, denn auch die theologischen Handbücher mussten erst umgeschrieben werden … – Ein Programm für Jahre.

 

 „Eine gewaltige Aufgabe liegt nach dem Konzil von der gesamten Kirche … – Die Ideen dürfen nicht untergehen. Diejenigen, die wirklich auf die Kirche hören wollen, die haben jetzt eine große Pflicht zur Bildung bekommen, die Pflicht, sich die Dokumente zueigen zu machen. Beim Lesen dieser Dokumente gewinnt man doch den Eindruck, dass sich die ganze Kirche, die ganze Christenheit nochmals auf die Schulbank setzen müsste … Jeder muss sich fragen: Was kann ich tun, um diese Ideen zu verwirklichen?”
Erzbischof-Koadjutor Dr. Franz Jachym (1967)

 

Dies wurde auch Thema der vermehrt abgehaltenen Dozentenkonferenzen. Es war dringend notwendig, dass die Lehrenden sich über ihr gewandeltes Selbstverständnis Rechenschaft gaben, neue Schwerpunkte setzten und vor allem die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Disziplinen reflektierten. Zugleich sollte den KursteilnehmerInnen die „neue” Theologie nicht einfach zugemutet, sondern begründet und eine Verständnisbrücke zwischen früher und jetzt geschlagen werden. Als “Erste Hilfe” vervielfältigte man in Windeseile die Übersetzung der Konzilstexte und veranstaltete Seminare über die wichtigsten Ergebnisse und ihre Interpretation. Auch AbsolventInnen der vergangenen Jahre wurden angeregt, die Schritte der Wandlung mitzuvollziehen. Ebenso nahmen Ordensgemeinschaften das Angebot von Kursen gerne an, die teilweise eigens auf sie zugeschnitten waren. Dies hat sicher mit dazu beigetragen, dass das Konzil in verschiedenen kirchlichen Bereichen so rasch verstanden und umgesetzt werden konnte. Dennoch ist festzuhalten, dass das Konzil und seine Folgen keineswegs einhellig positiv beurteilt wurde (und wird) und manche KatholikInnen mit der irritierend neuen Konzilstheologie gleich auch theologisches Denken überhaupt ablehnten.

Die Gründer:
Dr. Margarate Schmid und Prälat Dr. Karl Rudolf

Dr. Margarete Schmid und Prälat Dr. Karl Rudolf

Ein Zeitzeugnis:
Das von Nationalsozialisten beschädigte Christus Bild im Erzbischöflichen Palais in Wien

Das von Nationalsozialisten beschädigte Christus Bild im Erzbischöflichen Palais in Wien.

Begegnung:
Frau Dr. Schmid mit Kardinal König

Frau Dr. Schmid mit Kardinal König

Auch ein Lehrender bei den Kursen:
Der spätere Bischof Stecher war auch Referent der ThK

Der spätere Bischof Stecher mit Frau Dr. Schmid

Mit Weihbischof Krätzl

Frau Dr. Schmid und der Wiener Weihbischof Krätzl

Die Nachfolgerin:
Mit Frau Dr. Struppe

Frau Dr. Schmid und Frau Dr. Struppe

THEOLOGISCHE KURSE

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