Mittwoch 12. Dezember 2018

Erkennen,

was dahinter steckt.

1940 - Die Gefährdung des Glaubens verlangt ein vertieftes Verständnis des Glaubens.

 

Den entscheidenden Anstoß für die Gründung des THEOLOGISCHEN KURSES im Jahre 1940 gab die völlig neue und bedrängende Situation, in welche die Kirche seit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr1938 geraten war. Für den traditionsgebundenen österreichischen Katholizismus begann eine Zeit der Bewährung. Die äußere Not beschleunigte die praktische Umsetzung eines Wunsches, den viele KatholikInnen schon länger gehegt hatten: von einer konventionellen Glaubensmentalität zu einem überlegten Glaubensvollzug zu kommen.

Frau Dr. Schmid

Die Bewährung der Wiener THEOLOGISCHENKURSE nach 1945

 

Die „Notgeburt” der Kriegszeit hatte nicht nur überlebt, sondern wurde bis auf drei Wochen Unterbrechung bei Kriegsende auch nach 1945 als theologische Bildungseinrichtung der Erzdiözese Wien weitergeführt. Ihrer Zielsetzung blieben die Wiener THEOLOGISCHEN KURSE unverändert treu:

 

1950 - Die Erfindung des Fernkurses

 

Ende der 40er Jahre erfuhr DDr. Margarete Schmid zufällig von der Idee eines Fernkurses. Sie beschloss, dieses Modell in ihr Bildungskonzept zu integrieren, und so begann 1950 der erste Fernkurs für alle österreichischen Diözesen. Möglich wurde er aufgrund der langjährigen Erfahrung in den Wiener THEOLOGISCHEN KURSEN, der dort bereits vorhandenen Skripten und durch den Einsatz eines engagierten Dozententeams aus ganz Österreich. 

1965 - Aufbruch der Kirche als Herausforderung für die Kurse

 

Das Zweite Vatikanische Konzil und der damit einsetzende Wandel in Theologie und Kirche erforderten eine Gesamterneuerung des Kurses. Ein Dozententeam aus freien Mitarbeitern überarbeiteten neben dem laufenden Kursbetrieb fast alle Skripten, um mit den Konzilsergebnissen Schritt zu halten. Kein leichtes Unterfangen, denn auch die theologischen Handbücher mussten erst umgeschrieben werden … – Ein Programm für Jahre.

Eine alte Frage: zu konservativ? – zu fortschrittlich? – gefährlich?

 

Diese unterschiedliche Einschätzung des Konzils wirkte sich auch auf das Image der THEOLOGISCHEN KURSE aus: Den einen galten die Kurse als zu konservativ, anderen als zu fortschrittlich. Wieder andere vertraten die Überzeugung, man solle den Glauben gar nicht reflektieren, weil man ihn dadurch gefährde. Doch die meisten KursteilnehmerInnen haben die gewandelte Theologie im Geiste des Zweiten Vatikanums als befreiend und bereichernd erlebt – keineswegs als Gefährdung ihres Glaubens, sondern vielmehr als Vertiefung. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

2010 – Auch die heutigen Zeichen der Zeit verstehen

 

70 Jahre nach ihrer Gründung stehen die THEOLOGISCHEN KURSE in einer postchristlichen Gesellschaft vor neue Herausforderungen: einerseits den kirchlichen Glauben im gegenwärtigen weltanschaulich-religiösen Pluralismus zu positionieren, andererseits Menschen zu erreichen, die kaum religiös und noch weniger kirchlich sozialisiert sind. Für letztere wurde ein ganz neues Kursmodell entwickelt: „Basisinfo Christentum”. Dieses Angebot will “religiös Unmusikalische” über die Grundzüge des christlichen Glaubens informieren – theologisch fundiert, kompakt und allgemein verständlich.

 

Ingrid Fischer

Eine legendäre Karikatur

 

Karikatur von Bischof Stecher

P. Otto Muck erzählt die Entstehung der Karikatur von Bischof Stecher

 

Pater Otto Muck SJ schildert bei der Jubiläumsfeier 2010 der THEOLOGISCHEN KURSE in Wien die Personen auf der Karikatur vom Zirkus Schmid, die von Bischof Stecher gezeichnet wurde.

Weihbischof Krätzls erste Begegnung mit Margarete Schmid

 

Bei der Jubiläumsfeier 70 Jahre Wiener Theologische Kurse erzählt Weihbischof Krätzl von seiner ersten Begegnung mit der Gründerin der THEOLOGISCHEN KURSE, Dr. Margarete Schmid.

 

 

Auf dem Podium (von links nach rechts): P. Otto Muck SJ, Dr. Annemarie Fenzl, Mag. Erhard Lesacher, Weihbischof Helmut Krätzl, Prof. Josef Weismayer.

Die Gründer:
Dr. Margarate Schmid und Prälat Dr. Karl Rudolf

Dr. Margarete Schmid und Prälat Dr. Karl Rudolf

Ein Zeitzeugnis:
Das von Nationalsozialisten beschädigte Christus Bild im Erzbischöflichen Palais in Wien

Das von Nationalsozialisten beschädigte Christus Bild im Erzbischöflichen Palais in Wien.

Begegnung:
Frau Dr. Schmid mit Kardinal König

Frau Dr. Schmid mit Kardinal König

Auch ein Lehrender bei den Kursen:
Der spätere Bischof Stecher war auch Referent der ThK

Der spätere Bischof Stecher mit Frau Dr. Schmid

Mit Weihbischof Krätzl

Frau Dr. Schmid und der Wiener Weihbischof Krätzl

Die Nachfolgerin:
Mit Frau Dr. Struppe

Frau Dr. Schmid und Frau Dr. Struppe

THEOLOGISCHE KURSE

Stephansplatz 3
1010 Wien
+43 1 51552-3703
office@theologischekurse.at
https://www.theologischekurse.at/
Darstellung: