Sonntag 19. November 2017

Erkennen,

was dahinter steckt.

Symposium - Wege aus der Angst
Verlorenes Leben nach schwerer Schuld
Lebenslängliche Strafe - sozialer Tod - neuer Anfang
Freitag, 26. Januar 2018, 16:00 - 20:00 Uhr
Freitag, 26. Januar 2018, 16.00 - 20.00 Uhr
Dr. Beate Matschnig
Landesgericht für Strafsachen
Mag. Georg Wieländer DSA
NEUSTART - Leben ohne Kriminalität

Moralische Verfehlungen und Straftaten haben - oft lebenslängliche - Folgen für alle Betroffenen: Strafe, Stigmatisierung, Scham. Nicht selten sterben Opfer und Täter einen sozialen Tod. Welchen Umgang mit schwerer Schuld, mit Kriminalität und mit den dadurch allseits zerstörten Biografien soll eine Gesellschaft zeigen? Was bedeutet "humaner" Strafvollzug? Was "Resozialisierung"? Welchen Stellenwert haben Gerechtigkeit, Vergebung und Versöhnung?

Christine Hubka:
Versöhnen statt vergelten. Die Würde aller an einer Straftat Beteiligten wiederherstellen
Dazu sind die persönlichen Qualitäten eines jedes Menschen zu erkunden und zu aktivieren.

Beate Matschnig:
Strafrecht - ein Balanceakt zwischen Schutz der Bevölkerung vor Straftaten und Resozialisierung der Täter
Lange Haftstrafen bessern niemals einen Täter. Sie wirken auch nicht abschreckend - sonst gäbe es in Ländern mit inhumanem Strafvollzug oder Todesstrafe keine Kriminalität mehr. Was aber sonst kann helfen?

Georg Wieländer:
"Restorative Justice" - Wiedergutmachung statt Ausgrenzung und Strafe
Ein Plädoyer für die gesellschaftliche Akzeptanz von Inklusion und Würdigung der Opferbedürfnisse
Das Ziel von restorativen Prozessen als Alternative zu Gerichtsverhandlungen ist die Überwindung der Spaltung von Tätern und Opfern. Das Verständnis, welches sich dahinter verbirgt ist, dass Kriminalität eine Verletzung von Menschen und deren Beziehungen bedeutet und nicht ausschließlich als Verletzung einer übertretenen Rechtsnorm gesehen werden kann.

Ort:
1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag:
20,- / 16,- für Mitglieder der FREUNDE der THEOLOGISCHEN KURSE
Anmeldung erbeten bis:
19.01.2018 (begrenzte Teilnehmerzahl)
Anmeldung
Persönliche Daten
Anmerkungen
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Beate Matschnig
Dr. Beate Matschnig
Landesgericht für Strafsachen
zur Person

Beate MATSCHNIG hat Rechtswissenschaften an der Universität in Wien studiert (Promotion 1975) und wurde 1978 zur Jugendrichterin bestellt, zunächst bis 2003 am Jugendgerichtshof Wien, danach als Jugendrichterin im Landesgericht für Strafsachen Wien. Neben ihrer Tätigkeit als Richterin ist Beate Matschnig seit mehr als zwanzig Jahren zuständig für jugendliche Untersuchungshäftlinge in Wien. Neben ihrer Mitgliedschaft in der psychosozialen Kommission und der Internationalen Jugendrichtervereinigung war Beate Matschnig im Vorstand des Vereins "Kinderstimme" und in der Österreichischen Gesellschaft für interdisziplinäre Familienforschung (ÖGIF) tätig.

Georg Wieländer DSA
Mag. Georg Wieländer DSA
NEUSTART - Leben ohne Kriminalität
zur Person

Georg WIELÄNDER, diplomierter Sozialarbeiter, Mediator, Psychotherapeut und Lehrtherapeut der Systemischen Familientherapie, Lektor an der FH-Campus Wien, ist seit 35 Jahren im Kontext der Straffälligenhilfe beim Verein NEUSTART in den Bereichen Bewährungshilfe, Tatausgleich, psychosoziale Prozessbegleitung für Verbrechensopfer sowie als Koordinator von Sozialnetz-Konferenzen tätig und hat maßgebliche Projektmitarbeit (2012-2016) bei der Implementierung von Sozialnetz-Konferenzen im österreichischen Justizwesen geleistet. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Psychotherapeut mit Spezialisierung auf männertherapeutische Fragestellungen. Sein Interesse gilt v. a. systemischen Zusammenhängen bei der Entstehung von sozialen Konflikten, dem konstruktiven Verhalten in Konfliktsituationen sowie der Einbindung des Sozialen Kapitals und der vorhandenen Ressourcen eines KlientInnensystems in die Lösungsprozesse.

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