Dienstag 19. September 2017

Erkennen,

was dahinter steckt.

Film & Gespräch
Ein Hiob im Russland der Gegenwart
"Leviathan" von Andrej Swjaginzew
Freitag, 21. April 2017, 15:30 - 18:30 Uhr
Freitag, 21. April 2017, 15.30 - 18.30 Uhr
Dr. Otto Friedrich
Die Furche, Wien

Der russische Regisseur Andrej Swjaginzew erzählt in seinem Film "Leviathan" eine Hiob-Geschichte, die in einer Kleinstadt an der russischen Eismeerküste spielt. Dort verliert der Automechaniker Kolja sein Haus, seine Frau und zuletzt seine Freiheit, obwohl er nichts erkennbar Unrechtes getan hat.
Der titelgebende "Leviathan" - ein biblisch-mythisches Seeungeheuer - symbolisiert im Buch Hiob die Vergeblichkeit der Auflehnung gegen das eigene Schicksal. Im gleichnamigen Buch des englischen Rechtstheoretikers Thomas Hobbes aus dem Jahr 1651 ist er ein Sinnbild der "Ungeheuer"-lichkeit des modernen Staates.
Beides stand für Swjaginzews Werk "Leviathan" Pate: Es zeigt gewaltiges Kino über die Fragen der Existenz (im Gefolge großer russischer Literaten wie Fjodor Dostojewskij); zugleich die schonungslose Darstellung einer korrupten Partei-Nomenklatura - in unheiliger Allianz mit der Kirche, die die Leiden des russischen Hiob gleichermaßen verursachen wie daraus Profit ziehen.

Ort:
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Beitrag:
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Otto Friedrich
Dr. Otto Friedrich
Die Furche, Wien
zur Person

Otto FRIEDRICH ist Leiter der Ressorts Religion, Medien, Film bei der Wochenzeitung "Die Furche". Zuvor war er Programmdirektor im Kardinal König Haus. Seit vielen Jahren bietet er Seminare zu ausgewählten Filmen an.

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