Druckansicht - Mittwoch 22. Februar 2012
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Ökumenischer Studiennachmittag
Die Haltung der Kirchen zu den nichtchristlichen Religionen
Eine Bestandsaufnahme
Termin:Freitag, 24. Februar 2012, 15.00 – 19.00 Uhr
ReferentIn:Univ.-Prof. Mag. Dr. Roman SIEBENROCK, Universität Innsbruck
Dr. Ioan MOGA, Universität Wien
O.Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich KÖRTNER, Universität Wien
 
In der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils »Nostra aetate – Die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen« hat die katholische Kirche erstmals andere Religionen positiv gewürdigt.
Gibt es vergleichbare verbindliche Aussagen auch in den anderen christlichen Kirchen? Wie schätzen die großen Kirchen die Vielfalt der Religionen ein?

Roman SIEBENROCK (katholisch)
Der Weg, die Wahrheit und das Leben. Dem Geheimnis des universalen Christus auf der Spur.
Mit »Nostra aetate« setzt das Konzil einen neuen Anfang, und mutet allen Glaubenden einen tiefgehenden Wandel zu: im Blick auf Israel, im Blick auf Angehörige anderer Religionen, ja allen Menschen guten Willens. Dieser Wandel entspringt jedoch einer vertieften Christusmystik und bricht die Selbstbezüglichkeit der Christenheit auf.

Ioan MOGA (orthodox)
«Was ist Wahrheit?« (Joh 18,38).
Der interreligiöse Dialog aus orthodoxer Sicht: von Toleranz zum gemeinsamen Denken und Handeln
Die Orthodoxe Kirche war in den letzten Jahrzenten intensiv am interreligiösen Dialog beteiligt. Ihr oft wenig beachteter Beitrag zum Dialog zwischen den Religionen soll nicht nur aus historisch-geographischer Sicht, sondern auch in seinen theologischen Kernaussagen verstanden werden. Neben dem Dialog auf hoher Ebene, stellt sich die Frage, welche Herausforderungen und Perspektiven das interreligiöse Zusammenleben im Alltag hat.

Ulrich KÖRTNER (evangelisch)
Christus allein? Christentum und nichtchristliche Religionen aus evangelischer Sicht
Der Vortrag setzt sich mit unterschiedlichen Modellen einer Theologie der Religionen auseinander. Er plädiert im interreligiösen Dialog für eine Hermeneutik der Differenz und konstruktiven Toleranz, welche konfligierende religiöse Geltungsansprüche nicht einebnet, sondern ernstnimmt.

Roman SIEBENROCK ist Professor für Dogmatik an der Universität Innsbruck. Er koordiniert den theologischen Forschungsschwerpunkt Religion – Gewalt – Kommunikation – Weltordnung. Im fünfbändigen Herders Theologischer Kommentar zum Zweiten Vatikanischen Konzil (Freiburg/Br., 2004 – 2006) hat er u. a. den Kommentar zu Nostra aetate verfasst.
Zur Person: Ioan MOGA, orthodoxer Theologe und rumänisch-orthodoxer Priester, ist stellvertretender Vorstand des Instituts für Theologie und Geschichte des Christlichen Ostens an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte: orthodox-katholischer Dialog, Theologie der Kirchenväter, ökumenische Theologie.
Zur Person: Ulrich KÖRTNER ist Vorstand des Instituts für Systematische Theologie und Religionswissenschaft an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Zahlreiche Veröffentlichungen zur ökumenischen Theologie und zur Theologie der Religionen.
Ort: 1010 Wien, Stephansplatz 3
Beitrag: 16,- / 13,50 Freunde der THEOLOGISCHEN KURSE
Anmeldung: bis spätestens 17.2.12
Mitveranstalter: Kirchlich-Pädagogische Hochschule Wien/Krems und Stiftung PRO ORIENTE



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